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Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt ODAS: Maßnahmen wirken – Im April keine Beschwerden wegen Gestanks
Holsterhausen kann sprichwörtlich aufatmen – die Geruchsbelastungen durch das Biomassewerk „Am Steinwerk“ sind deutlich zurückgegangen. Zwei Maßnahmen haben sich am Ende ausgezahlt, wie Hans-Jürgen Görß vom zuständigen Kreis Recklinghausen im Umwelt- und Planungsausschuß (UPA) berichtete. Zum einen darf nur noch Material mit einem Mindestanteil Holz von 80 % verarbeitet werden, zum anderen muß das geschredderte Material deutlich schneller abtransportiert werden. Daß diese Maßnahmen wirken, zeigen die ausbleibenden Beschwerden: gab es von Januar bis März noch 30, 40 Beschwerden pro Monat, ging im April bislang keine beim Kreis ein. Stichprobenartig wird der Kreis in der Zukunft prüfen, ob sich der Betreiber an die Auflagen hält.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 18.04.2012
Umwelt Wo bleibt die Energiewende?
Vor einem Jahr bebte die Erde im Meer vor Japan. Ein riesiger Tsunami fegte über die japanischen Küstengebiete, tötete Zehntausende und machte weitere Zehntausende obdachlos. Doch zu dieser menschlichen Tragödie kam noch eine weitere: Fukushima. Der Tsunami unterbrach die Stromversorgung des Atomreaktors, es kam zur Kernschmelze, die Reaktorgebäude explodierten, Radioaktivität trat aus. Fukushima war nach Tschernobyl der größte Unfall in der zivilen Atomkraftnutzung.
Wie groß die Angst, der Schrecken war, zeigte die schwarzgelbe Bundesregierung. Kein halbes Jahr vor Fukushima verlängerte sie die Atomkraftwerkslaufzeiten und kündigte damit den von SPD und Grünen ausgehandelten Atomausstieg auf. Atomkraft sei sicher und beherrschbar… Ein Irrtum, wie Fukushima unmissverständlich zeigte. Es folgte die erneute schwarzgelbe Atom-Wende – bis 2022 sollen alle deutschen Kernkraftwerke vom Netz gehen. Die ältesten 8 Meiler wurden bereits 2011 abgeschaltet.
Die Atom-Lobby setzte auf Angst. Nicht vor Atomunfällen, sondern vor Stromausfällen. Der erste Winter zeigte: Die Angst war unbegründet. Auch ohne die 8 abgeschalteten Atomkraftwerke ging in Deutschland kein Licht aus.
Auf dem Weg zur Energiewende ist aber noch nichts erreicht. Die Energiewende – sie ist bislang nur ein Ziel. Jetzt müssen regenerative Energien gefördert, Stromtrassen geplant, genehmigt und gebaut sowie Energiespeicher errichtet werden. Daß die Bundesregierung nun die Förderung von Solarstrom kürzen will, das ist wieder einmal die falsche Energie-Politik.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 11.03.2012
Umwelt Pro und Contra Fracking - In Münster trafen sich Befürworter und Gegner zum Meinungsaustausch
Die Akademie Haus Hitze in Münster war der Schauplatz einer spannenden Diskussion über das Bohren nach Gas in unserer Umgebung. Fracking, so der inzwischen geläufige Begriff, bringt Bürger auf die Palme und die Gasindustrie zum Schwärmen.
Auf der einen Seite verteidigte Norbert Stahlhut von Exxon Mobil das Verfahren, bei dem unter hohen Druck Wasser, Sand und Chemikalien in Bohrloch gepresst werden, um das Gas „zum Fließen“ zu bringen. „Keine Gefahr für die Umwelt“, so kurz sein Fazit.
Wichtigster Gegenpart der mächtigen Öl- und Gasindustrie sind die heimischen Wasserversorger. Ulrich Peterwitz von der Gelsenwasser AG, zeigte anhand der USA auf, dass Fracking nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sei. Verwüstete Landschaften und irreparabel verseuchtes Grund- und Trinkwasser sind eine Bilanz, die zur Vorsicht geradezu herausfordert. Allein mit den in Niedersachsen eingesetzten hochgiftigen Chemikalien, hier wird schon fleißig „gefrackt“, wäre das das Wasser der Halterner Sande, im Falle einer Störung, unwiederbringlich verseucht, sprich, vergiftet.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 03.02.2012
Umwelt ODAS: Holsterhausen konnte eine Woche durchatmen
Frische Luft in Holsterhausen – eine Woche lang blieben die (meisten) Bewohner Holsterhausens von Geruchsbelästigungen durch den ODAS-Betrieb „Am Steinwerk“ verschont. Die Winde bliesen günstig…
Im Umwelt- und Planungsausschuß fragte Dirk Schult, SPD-Ausschußsprecher, nach, ob der Kreis Recklinghausen die in der Dezember-Sitzung des UPA versprochenen Messungen und Untersuchungen bereits durchgeführt habe und zu welchen Erkenntnissen der Kreis bislang gekommen sei. Antwort: Die in der Stadtverwaltung Dorsten gebildete Arbeitsgruppe traf sich erst nach der Ausschusssitzung vom Dienstag. Es gab also keine Antworten von Stadtbaurat Holger Lohse, aber das klare Signal, daß die Verwaltung das Problem ernst nimmt und an Lösungen arbeitet. Auch wenn es schwer fällt: Ein wenig Geduld ist in dieser Problem-Frage nötig.
Bei einem anderen Problem legte sich die Verwaltung jedoch fest – und zwar in Sachen Straßenschäden. Die Straße „Am Steinwerk“ ist zwischen Borkener Straße und der Betriebseinfahrt mittlerweile in einem völlig maroden Zustand. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. „Wer zahlt für die Reparatur? Muß auch die Stadt sich an der Schadensbeseitigung beteiligen?“ fragte Dirk Schult. Hier machte Stadtbaurat Holger Lohse jedoch klar, daß die Schäden durch den Verursacher zu beseitigen seien. Entsprechende Gespräche würden auch schon geführt, aber bevor ODAS nicht Klarheit habe, wie es an seinem Wunsch-Standort „Am Steinwerk“ weiter geht, seien da keine Ergebnisse zu erwarten.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 28.01.2012
Umwelt ODAS: SPD Holsterhausen stellt Fragen
Im an sich schönen Holsterhausen stinkt es. Grund ist der ODAS-Betrieb „Am Steinwerk“. Die Geduld der Stadtteil-Bewohner ist langsam aufgebraucht, die Beschwerden mehren sich. „An der Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung zweifeln wir nicht“ erklärt für die SPD Holsterhausen deren Vorsitzender Dirk Schult. Allerdings ist die Baugenehmigung bzw. der Betrieb der ODAS-Anlage auch an Auflagen geknüpft. Hier setzt die SPD Holsterhausen an und stellt Fragen: Wie viele Geruchs-Messungen wurden seit der Dezember-Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses (UPA) durchgeführt? Wurden Proben aus dem aufgemieteten Material gezogen? Wurden Grenzwerte überschritten? Wurden die Betriebsabläufe von ODAS geändert (z. B. Lagerung nur noch in kleineren Mieten)? Antworten auf diese und weitere Fragen erhofft sich die SPD Holsterhausen in der Sitzung des UPA in der kommenden Woche. Fest steht: In Holsterhausen stinkt es. Und nicht nur ein bisschen.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 18.01.2012
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