Arbeit und Wirtschaft Schneider sprach auf DGB-Kundgebung in Dorsten: Bündnis Schule-Beruf gründen!
Wenn nicht jetzt – wann dann? In der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit kehrte der DGB mit einer Veranstaltung zum 1. Mai nach Dorsten zurück. "Selten war bei uns der Kampf für Arbeitnehmerrechte so notwendig wie in diesen Zeiten der Krise und des Sozialabbaus." begrüßte Karlheinz Auerhahn von der IGBCE am Donnerstag die mehr als 100 Gäste im Evangelischen Gemeindehaus.
„Arbeit für alle bei fairem Lohn“ lautet das diesjährige Motto der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit. Wie es zu der Krise kommen konnte, was jetzt getan werden muß – dazu sprach Dr. Hans-Udo Schneider. Wer den Bürgermeisterkandidaten Schneider erwartet hatte, sah sich getäuscht. Keine Wahlkampfparolen – Schneider sprach als Gewerkschafter. Und nahm hier kein Blatt vor den Mund, hatte kein Scheu, sich mit „seiner“ Partei („Hartz IV gehört weg“) und „seiner“ Kirche (kein weiterer Sozialabbau – „es gilt auch für den Bereich der Kirchen, von Diakonie und Caritas“) anzulegen.
Gründe der Krise? Sie ist auf keinen Fall einfach so über uns hereingebrochen – so Schneider – „Das ist Volksverdummung“. Die Ursachen sind hausgemacht – Umverteilung von unten nach oben und eine nicht mehr zu befriedigende Gier nach Rendite. Dazu Eliten, die sich mehr um das Wohl von Banken kümmern als um das Gemeinwohl.
Was ist zu tun? Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen wieder für ihre Rechte kämpfen. Das geht nur mit starken Gewerkschaften. Schneider rief dazu auf, in Gewerkschaften einzutreten, Betriebsräte zu gründen. Nur so lässt sich die Spaltung unserer Gesellschaft aufhalten und „Arbeit für alle bei fairem Lohn“ umsetzen.
Zum Schluß regte Schneider zwei konkrete Projekte in und für Dorsten an. Zum einen die Gründung eines neues DGB-Ortsverbandes in Dorsten, zum anderen ein Bündnis Schule im Übergangsfeld zum Beruf. Heimische Wirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Kirchen und Sozialverbände sollen sich zusammenschließen, um jedem ausbildungswilligen Jugendlichen dieser Stadt auch eine Lehrstelle zu garantieren. Ein entsprechendes Konzept wurde bereits in Gladbeck unter Mitwirkung von Dr. Hans-Udo Schneider entwickelt.
Die Rede zum 1. Mai von Dr. Hans-Udo Schneider:
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 01.05.2009

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