Kennen Sie Georg Körner? Vermutlich nicht – der Dorstener Steinmetz ist schon lange tot. Aber die Stadtspitze der 1890er Jahre, die kannte Georg Körner umso besser: Der Dorstener Steinmetz war einer der ersten Dorstener Sozialdemokraten. Die Obrigkeit reagierte prompt und stellte ihn unter Beobachtung. „Dem königlichen Landrathsamt erlaube ich mir, bezüglich des in Dorsten aufhältlichen Militärpflichtigen, Steinmetz Georg Wilhelm Ernst Otto Körner, ergebenst mitzutheilen, dass Genannten gelegenthlich der Reichstagswahl 1893 im diesseitigen Kreise die Flugblätter und Wahlzettel für den Sozialdemokraten ausgeben und sich an der Agitation lebhaft betheiligt hat.“ wurde aus Dorsten gemeldet. Am 22. Mai 1894 wendet sich der Vertreter des Landratsamtes Recklinghausen, der Graf von Merveld, an den Magistrat in Dorsten und erhält am 28. Mai 1894 die Antwort vom Beigeordneten de Weldige aus Dorsten: „Derselbe wird überwacht werden und gegebenenfalls sofort Bericht erstattet werden.“
Bemerkenswert – schließlich wurde das Verbot der Sozialdemokratie bereits 4 Jahre zuvor aufgehoben.
Georg Körner war nur ein Dorstener Sozialdemokrat der ersten Stunde. Weitere Biographien trägt eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Hans-Georg Wiemers derzeit zusammen. Am 7. Juni wird die SPD Dorsten den 150. SPD-Geburtstag feiern und die Geschichten von Georg Körner & Co, den Anfängen der SPD in Dorsten und die weitere Geschichte präsentieren.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 15.04.2013
Dorstens Infrastruktur, Dorstens Eigentum verkommt. Der Grund ist einfach: Es fehlt Geld. Jüngste Beispiele aus der letzten Woche, aus der Sitzung des Bauausschusses: Die Hohe Brücke in der Feldmark ist geschlossen, dem alten Hallenbad droht der Abriß. Gewiß, es gibt Schlimmeres als die Schließung der Hohen Brücke – jedenfalls für Radfahrer gibt es mit dem Tunnel am Bahnhof eine zumutbare Alternative zur Überquerung der Gleise – und einen Abriß des alten Hallenbades. Zum Beispiel den Zustand unserer Straßen. Jeder kennt sie, die Rüttelpisten mit den Schlaglöchern und den notdürftigen Flickenteppichen. Auch hier fehlt das Geld für eine umfassende Sanierung.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 14.04.2013
Ihre monatliche Versammlung verlegen die Rhader Sozialdemokraten in den Außenbereich.
Am Donnerstag, 18.April besuchen sie die Biogasanlage des Landwirtes Krampe im Ort.
„Wir wollen praktisch erleben, wie eine Energiewende in Teilbereichen funktionieren kann“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender, der darauf hinweist, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Begehung um 18 Uhr teilnehmen können. Die Biogasanlage befindet sich in direkter Umgebung des Schützenplatzes.
Um das dann Gesehene und Gehörte weiterzuentwickeln, wird ab 19 Uhr Christina Römer, Vorstandsmitglied der Rhader SPD, in der Gaststätte Pierick, Lembecker Straße 21, über ein „Bioenergiedorf“ in Thüringen berichten, das die Kommunale Energiewende bereits komplett erreicht hat.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 13.04.2013
Der Claim zum SPD-Wahlkampf beschreibt eine Grundhaltung: Solidarität und Gerechtigkeit als Fundament für eine moderne Gesellschaft und erfolgreiche Wirtschaft. „Mehr WIR und weniger ich“. So hat es Peer Steinbrück schon in Hannover formuliert.
Es geht um eine Politik, die das Miteinander betont. Das Gemeinwohl steht im Mittelpunkt – und damit im scharfen Kontrast zu Schwarz-Gelb: Denn die Merkel-Regierung macht Klientelpolitik. Sie bedient Hoteliers. Sie tut nichts gegen Steuerflucht und Steuerdumping. Sie will nicht ran an Spitzenverdiener, große Vermögen, Manager-Boni. Sie schützt Pharma-Industrie, Banken und die private Versicherungswirtschaft. Das ist keine Politik für die ganze Gesellschaft, sondern für Einzelinteressen.
Die SPD will besser und gerechter regieren.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 12.04.2013
Er war ein wandelndes Lokalgeschichtsbuch – und das im wahrsten Sinne des Wortes: zu Fuß oder auf mit dem Rad führte Walter Schulte durch Dorsten und berichtete aus der Industriegeschichte in Dorsten. Sachlich fundiert, fesselnd und immer mit einer gehörigen Portion Witz. Im Laufe kamen so tausende Zuhörer zusammen. Walter Schulte starb im Juli letzten Jahres. Zu Lebzeiten erhielt der Vorsitzende des Verkehrsvereins zahlreiche Orden und Auszeichnungen, zum Beispiel im Rahmen der Ehrenamtsgala (2011). Jetzt wurde Walter Schulte eine ganz besondere Ehrung zuteil: Der Bauausschuß beschloß in seiner gestrigen Sitzung, die nördliche und südliche Zuwegung zur Lippefähre Baldur in „Walter-Schulte-Weg“ zu benennen.
Die Lippefähre wurde 2005 zu Wasser gelassen und hat sich seitdem zu einem Touristenmagneten entwickelt – selbst das Kamerateam der „Sendung mit der Maus“ filmte und sendete eine Fährfahrt über die Lippe. Der Anstoß zur Lippefähre kam übrigens von Walter Schulte. Als 2001 die umgebaute Kläranlage in Dorsten eingeweiht wurde, überreichte Schulte alte Fotos von Bergleuten, die mit Ruderbooten von der Hardt nach Holsterhausen die Lippe überquerten. Sein Wunsch, diese alte Fährverbindung wieder zu beleben, erfüllte sich dann 2005.
Der Walter-Schulte-Weg – eine besondere Ehrung für einen besonderen Dorstener Bürger.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 10.04.2013