Wohnheim für Suchtkranke: Grünes Licht im Rat

Gesellschaft

Susanna Simmerl
Susanna Simmerl, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Das Wohnheim für Suchtkranke kann jetzt in Dorsten gebaut werden – der Rat genehmigte in seiner jüngsten Sitzung den entsprechenden Bebauungsplan. Hinter diesem nüchternen Satz steht aber ein jahrelanges Tauziehen. Der ursprünglich vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe favorisierte Standort in Lembeck scheiterte am Bürger-Widerstand, gegen den die CDU dieses Vorhaben nicht durchsetzen wollte. Es folgte ein neuer Standort-Vorschlag (Maria Lindenhof) – und es drohte eine neue Auseinandersetzung. Im Wahlkampf warb eine Kleinst-Partei um Stimmen mit dem irreführenden Begriff „Suchtklinik“.

Nun sind alle Widerstände aus dem Weg geräumt, das Wohnheim für Suchtkranke wird kommen. Dieses gibt 24 Menschen eine neue Heimat. Eine Gefahr wird von den Bewohnern nicht ausgehen, bei ihnen handelt es sich um austherapierte Alkoholkranke mit Mehrfachbehinderungen in Folge ihrer langjährigen Sucht. Aus anderen Städten mit vergleichbaren Wohnheimen sind bislang keine Probleme bekannt.

Das Wohnheim wird am Ende der Straße „Im Werth“ entstehen, unmittelbar hinter dem Seniorenzentrum Maria-Lindehof (am Eingang zur großen Grünfläche in Höhe des heutigen, nicht mehr genutzten Spielplatzes). Geplant sind zwei Vollgeschosse und ein kleineres Dachgeschoß. Der größte Teil des Gartens wird offen sein, die öffentliche Grünfläche wird mit der Grünfläche des Wohnheims verschmelzen. Nur ein kleiner Teil des Gartens wird von der Öffentlichkeit abgeriegelt, um den Bewohnern ein wenig Privatsphäre zu garantieren.

Planungsrechtlich ist nun alles klar. Mit dem Bauvorhaben kann nun begonnen werden. Das ist die gute Nachricht. Schaut man sich den Bebauungsplan jedoch mal etwas näher an, dann fällt die geringe Anzahl von Stellplätzen auf (7). Diese sind für die Mitarbeiter notwendig – Besucherparkplätze werden kaum benötigt; die Bewohner derartiger Wohnheime erhalten nur selten Besuch… Nachdenklich stimmt auch die Berichterstattung im Lokalfunk. Am Mittwoch wurde auf die stattfindende Ratssitzung hingewiesen – mit dem Hinweis, der Rat würde nun die „Suchtklinik“ genehmigen. Und das ist das LWL-Bauvorhaben gerade nicht! Es entsteht ein Wohnheim für Suchtkranke, um die sich sonst kaum noch jemand kümmert…

 

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