
Über die Veranstaltung des rotgrünen Bürgermeister-Kandidaten Dr. Hans-Udo Schneider berichtete die WAZ Dorsten am 20.03.2009 wie folgt:
Kommunalpolitik

Über die Veranstaltung des rotgrünen Bürgermeister-Kandidaten Dr. Hans-Udo Schneider berichtete die WAZ Dorsten am 20.03.2009 wie folgt:
Sicherheit ist derzeit ein Begriff, der im politischen Geschehen der Stadt Hochkonjunktur hat. Auch die Sozialdemokraten mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Dr. Hans-Udo Schneider beleuchteten gemeinsam mit rund 80 Bürgerinnen und Bürgern diese brisante Frage im VHS-Forum.
Natürlich war Sachverstand zu dieser Veranstaltung geladen und Manfred Wieczorek brachte durch seine Moderation Struktur in die Vielschichtigkeit der Themen. Eine erste Befragung der Anwesenden erweckte schon den Eindruck, dass zwar niemand im Forum der Meinung war, dass Dorsten die South-Bronx ist, aber durchaus das Empfinden latent vorhanden ist, dass bestimmte Ecken der Stadt besser zu meiden sind.
Eine Steilvorlage für die Politik, die natürlich Prozesse auf unterschiedlichsten Ebenen ansteuern möchte, um präventive Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung auf den Weg zu bringen.
Gebündelte Kompetenz
Eingeladen war die gebündelte Kompetenz aus dem Gewerkschaftslager der Polizei; mit Willi Puksic-Hower, Bernd Höckensfeld, Volkmar Seitz und Markus Robert war praktisch der gesamte Kreisgruppenvorstand der organi-sierten Ordnungshüter vor Ort und stellte sich den Fragen. „Die Kommunalpolitik kann die Polizeiarbeit direkt nicht beeinflussen. Sie kann nur Empfehlungen und Forderungen äußern. Die Entscheidungskompetenz liegt auf der Ebene der Länder”, erklärte Volkmar Seitz von der Polizeigewerkschaft, der auch gleichzeitig betonte, dass die Polizei gut ausgerüstet ist. „Bis auf unsere analogen Funkgeräte ist alles schon recht ordentlich”, fuhr Seitz fort.
Der Vorsitzende der Kreisgruppe der GDP, Willi Puksic-Hower und sein Stellvertreter Bernd Höckensfeld taten dann die berühmte Butter zu den Fischen. „Der Umstrukturierungsprozess bei der Polizei ist gut und schön. Der Polizist an der Ecke ist eine tolle Sache, aber er fehlt woanders. Eine Menge polizeilicher Dienstleistungen sind in einer Wache nicht mehr verfügbar. Wulfen ist eigentlich keine Polizeiwache, sondern nur noch ein polizeilicher Anlaufpunkt. Außerdem stellt sich die Problematik der Überalterung innerhalb der Dienstgruppen. Es fehlt an Geld für Planstellen”, wusste Puksic-Hower zu berichten.
Prävention bleibt wichtig
Wichtigstes Element der Verbrechensbekämpfung ist und bleibt die Prävention. Eine These, die durch die Zahlen belegt wurde, die von den GDP-Experten genannt wurden. Zwar sind die Quantitäten rückläufig, aber die Delikte haben sich verlagert. Raub, Diebstahl, Körperverletzung: Es geht was ab und eine dezidierte Polizeistatistik wäre wünschenswert. Eine Forderung, die alle Anwesenden unterstrichen.
Sein sicherheitspolitisches Kredo postulierte Dr. Hans-Udo Schneider: „Es muss eine Kultur des Hinsehens geben. Auch Armut ist Gewalt gegen Menschen. Wir müssen diese Sümpfe langsam austrocknen. Selektion in der Schule und in der Gesellschaft schafft Nährboden für Verbrechen. Da kann die Kommunalpolitik auf den Plan treten. Haupt- und Sonderschulen gehören auf den Schrottplatz der Bildungspolitik. Auch in Dorsten. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden. Wer mit Milliarden die Wirtschaft stützt, muss auch Millionen für eine sichere und gerechte Gesellschaft in die Hand nehmen. Das ist immer noch günstiger als die Nachbesserung durch Justizvollzug und Opferentschädigung.”
Homepage SPD-Stadtverband Dorsten
WebsoziCMS 3.9.9 - 003081490 -
Stephan Erbe komm. Stadtverbandsvorsitzender
Friedhelm Fragemann
Fraktionsvorsitzender

Michael Hübner
Landtagsabgeordneter

Michael Gerdes
Bundestagsabgeordneter
michael.gerdes(at)bundestag.de
| Besucher: | 3081491 |
| Heute: | 171 |
| Online: | 2 |