Wo ist das Lippestadtzentrum?
Theoretisch ist die Infrastrukturplanung in einer Flächenstadt einfach. In der Mitte, sprich in der Altstadt, spielt das Hauptorchester, in den Nebenzentren die Begleitung. Was aber, wenn das Hauptorchester den richtigen Ton nicht mehr trifft? Dann ist die Stunde der bisher wenig beachteten Solisten gekommen. Aufmerksame Musikkenner haben das frühzeitig erkannt und den Dirigenten aufmerksam gemacht. Anscheinend haben sie ihn nicht erreicht. Die Folge: Die Harmonie im Gesamtorchester stimmt nicht mehr.
So oder ähnlich lässt sich die Lage der Dorstener Kaufmannschaft beschreiben. Nachdem das Einkaufszentrum Mercaden statt als Anziehungspunkt eher als Totalausfall gewertet wird, so zumindest die Umfrageergebnisse, startet das Nebenzentrum Hervest richtig durch. Das ehemalige Zechengelände ist dabei, dem geborenen Zentrum Altstadt den Rang abzulaufen. Auch wenn die Altstadtkaufleute vor dieser Entwicklung warnen, ist die Abstimmung mit den Füßen, sprich das Kundenverhalten, nicht mehr umzulenken. Eine bittere Erkenntnis.
Welchen Anteil daran die eigenen Wirtschaftsförderer haben, soll heute nicht bewertet werden. Sicher ist, dass die Kommunalpolitiker Fragen stellen werden. Und eine wird immer wieder dabei sein: Warum wurde die attraktive Kanalpromenade durch das neue Einkaufzentrum unwiderruflich von der Altstadt abgeschnitten?
Ein Kommentar von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
Kommunalpolitik SPD-Ratsfraktion strebt Verbesserung der Verkehrssituation an Dorstener Schulen an
Antrag zur nächsten Schulausschuss-Sitzung gestellt
Dorsten hat im Laufe der letzten Jahre in vielen Stadtteilen Grundschulen aus Kostengründen geschlossen. Aufgrund der großen Stadtfläche werden dadurch immer mehr Eltern gezwungen, ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule zu fahren. Zudem ist es eine Entwicklung unserer Zeit, dass Eltern ihre Kinder – unabhängig von der Erreichbarkeit der Schulen - vermehrt mit dem Auto zur Schule fahren. Dies ist letztendlich Sache der Eltern und eine Entscheidung, die weder die Schule noch die Stadt wesentlich beeinflussen können, auf die wir uns aber einstellen müssen.
Die teilweise extremen, fast schon chaotischen Verkehrssituationen an manchen Dorstener Schulen sind der Stadt durchaus bekannt. Trotzdem hat sie es bisher versäumt, diese genauer zu untersuchen und konkrete Vorschläge vorzulegen, um das Verkehrsaufkommen zu entzerren, optimale, auf die individuellen Situationen angepasste Verkehrsbedingungen zu schaffen und so für die Sicherheit unserer Schulkinder an ihren Schulen zu sorgen.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 21.03.2018

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