Schneider vor Ort und im Gespräch - hier in Barkenberg. „Laßt uns zusammenstehen“ – mit diesem Schlusswort verabschiedete sich Dr. Hans-Udo Schneider von seinen vielen Gästen. Schneider vor Ort – unter diesem Motto tourt der Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen durch Dorstens Stadtteile. Die Auftaktveranstaltung fand heute im Gemeinschaftshaus Wulfen statt – vor vollem Haus.
Der Industrie- und Sozialpfarrer warb vehement für mehr Bürgerbeteiligung: “Wir brauchen eine neue Kultur des Dialogs!“.Schließlich wissen die Menschen vor Ort am Besten, wo in ihrem Stadtteil der Schuh drückt.
Sagen was man tut und tun, was man sagt - so hat Johannes Rau sein Verständnis von Politik einmal treffend umschrieben.
Diesem Leitbild fühlt sich der Industrie- und Sozialpfarrer verpflichtet:
„Ich mache keine unhaltbaren Versprechungen. Aber Verbesserungen für Dorsten sind auch heute möglich – wenn man denn will“. Wo möchte Dr. Hans-Udo Schneider ansetzen?
- Integration: „Ich verstehe darunter mehr, als nur Migrantinnen und Migranten. Wir müssen diesen Begriff ausweiten auf Jugendliche und auf ältere Menschen. Wir brauchen Freizeit- und Ausbildungsangebote für junge Menschen – und neue Wohnformen für ältere Menschen, damit Jung und Alt gemeinsam miteinander wohnen können.“
- Stadtentwicklung: Beispiel Zeche – hier wurden Bürger vor vielen Jahren beteiligt – aber jetzt gibt es ein „Konzept von der Stange“ – wo sind die Ideen der Menschen vor Ort geblieben?
- Energie: Dorsten braucht neue, alternative Energieformen. Ein eigenes Stadtwerk ist nötig, auch um neue Handlungsfähigkeit zu gewinnen.
In der anschließenden Fragerunde wurde eines ganz schnell klar: die Barkenberger Bürgerinnen und Bürger fühlen sich vom Amtsinhaber vernachlässigt.
Das Gemeinschaftshaus – stand lange Zeit vor der Schließung und dem Abriß, weil sich Verwaltung und Bürgermeister anfangs nur ungenügend für den Erhalt dieses Hauses einsetzten. Erst als die Bevölkerung Druck machte, wurde doch noch eine Lösung gefunden.
Vorplatz der Gesamtschule - ist in einem „erbärmlichen Zustand“, so ein Barkenberger Gast.
Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche - die fehlen, Kinder fahren lieber mit dem Bus nach Rhade.
Entwicklung von Barkenberg - Fehlanzeige, seit „15 Jahren keine Baugenehmigung mehr erteilt“ – so eine Klage aus dem Publikum. Und die Liste der Barkenberger Sorgen ließe sich noch verlängern…
Was würde Dr. Hans-Udo Schneider anders als der Amtsinhaber machen? „Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung“ verspricht Dr. Hans-Udo Schneider eine neue Kultur des Dialogs.
„Unser Potential liegt in den Köpfen der Menschen!“ - diese Quelle wurde bislang viel zu selten ausgenutzt. Denn viele Verbesserungen kosten nicht einmal Geld. Beispiel Schließung der Mätthaus-Schule: die völlig falsche Entscheidung, in einem Stadtteil mit großen sozialen Problemen eine engagierte Schule dicht zu machen.
Stichwort Schulsystem: das 3gliedrige Schulsystem ist überholt, Dorsten braucht neue Schulformen. Eltern wollen ihre Kinder nicht mehr zur Hauptschule schicken.
“Wir müssen mit den Eltern reden. Was wollen sie für ihre Kinder?“ wirbt Dr. Hans-Udo Schneider auch hier für mehr Dialog mit den Betroffenen. “Und wenn Eltern eine neue Gesamtschule wünschen, so müssen wir diese auch in Dorsten schaffen“ verspricht der Bürgermeisterkandidat, den Elternwillen zu respektieren. Immerhin erlebten die Gesamtschulen in Barkenberg und Schermbeck eine wahre Anmeldungsflut – über 100 Kinder mussten abgewiesen werden.
Eine neue Kultur des Dialogs - heute wurde der Anfang gemacht. Dr. Hans-Udo Schneider wird weiter durch die Stadtteile in Dorsten reisen. Um sein Leitbild für Dorsten vorzustellen. Aber um besonders:
den Menschen zuzuhören!