Mein Dorsten

Allgemein


Eva-Maria Slaghekke, stellvertr. Vorsitzende der SPD Dorsten.

Dorsten – meine Heimatstadt – der Ort, in dem ich groß geworden bin. In meinen Kindheitserinnerungen empfand ich Dorsten als eine recht behütende Stadt. Schon damals gab es Kinderfeste, Sportfeste und öffentliche Einrichtungen, die einem Kind in Dorsten Abwechslung boten. Ein besonderes Highlight war die Eröffnung des Erlebnisbads Atlantis. Auch der unserer Stadt angrenzende Movie Park war für mich und viele meiner Freunde einer der Hauptanlaufpunkte. Doch mit etwa sechszehn Jahren wurden diese Einrichtungen durch die häufigen Besuche zunehmend langweiliger. Jugendtreffs wie der Rottmannshof in Wulfen und der Altstadttreff in Dorsten wurden von der nächsten Jugendgeneration eingerannt und waren dadurch für die meisten von uns nicht mehr angesagt. Mit sechzehn Jahren wollte ich Chillen, Abhängen, unter Meinesgleichen sein und einfach in Ruhe gelassen werden. Heute als 22 Jährige grenze ich mich vom heimischen Familienleben immer mehr ab und möchte ungestört erwachsen werden. Doch was bietet die Stadt Dorsten der heutigen Jugend ab 16 und 20?

Wenn ich mich so umschaue, dann stehen abends diejenigen, die es sich durch Mama und Papa, oder eigene Verdienste erlauben konnten, mit ihren Motorrollern und Autos auf den noch spärlich vorhandenen Parkplätzen des Dorstener ZoBs. Die Jüngeren lungern teilweise vor und im Mc Donalds herum und kurbeln dabei nicht nur den Umsatz der Fastfoodkette sondern noch dazu ihren Bauchumfang an. Geht man mal in Richtung Unterführung am ZoB, so sieht man schnell die ersten alkoholisierten und pöbelnden Minderjährigen, die, sobald die nächste Polizeistreife um die Ecke biegt, ihre Spirituosen verstecken und in den nächsten Bus nach Hervest, Schermbeck, Wulfen oder sonstwohin einsteigen. Vorausgesetzt, die Kinder haben ein Ticket und müssen nicht bei Nacht und im schlimmsten Fall allein zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Jeder Stadtteil Dorstens weist mittlerweile kleine Treffpunkte auf, an dem sich Jugendliche treffen, Alkohol konsumieren, Rauchen usw.. Gesund ist das nicht. Die älteren Jugendlichen können der Langeweile bereits aus dem Weg gehen, in dem sie mit dem Bus oder dem Auto die Stadt bis zum nächsten Morgen verlassen, sich in Bars treffen oder in Diskotheken abfeiern. Aber wie gesagt, dann sind sie auch nicht mehr in Dorsten. Dorsten bietet uns Jugendlichen und jungen Erwachsenen keine attraktiven Einrichtungen. Cafes werden neu eröffnet und innerhalb kürzester Zeit wieder geschlossen. Dabei schwelge ich mit meinen Erinnerungen besonders dem Resident hinterher, was den Leuten meiner Altersklasse (22/23) bestimmt noch etwas sagen müsste. Ein Glück, dass sich beispielsweise das Cafe Solo so gut hält. Aber nicht alles ist schlecht, es gibt auch Lichtblicke. Ich als 22 Jährige bin nicht immer gezwungen, die Stadt zu verlassen, wenn ich etwas erleben will. Wenn ich in unserem diesjährigen kurzen Sommer gerne in der Sonne liegen will, dann kann ich mich an den Kanal legen. Wenn ich nachts nicht Tanzen, aber dennoch etwas Sehen will, dann geh ich mit meinem Freund ins Central Kino, was übrigens, falls es einigen noch nicht aufgefallen ist, neue Sitze hat und im Vergleich zu anderen Kinos hervorragend knuspriges Popcorn macht. Und wenn ich meine angefutterten Kilos loswerden will, kann ich in stadtangrenzenden Wäldern Joggen gehen, mich in einem unserer zahlreichen Fitnessstudios anmelden oder in diversen Sportvereinen anmelden. Rückblickend erlebten wir ein gut besuchtest WDR 2 Fest, dass auch von Leuten meiner Altersklasse besucht wurde. Dorsten tanzt und die bislang dritte Bierbörse Dorstens locken sowohl die 16 Jährigen, als auch die 22 Jährigen an. Dorsten ist so gesehen nicht tatenlos, aber hinkt nach meinem Gefühl anderen Städten vom Attraktivitätsgrad für die Jugend ab 16 hinterher. Und dieses Alter ist nun mal entscheidend. Denn ab spätestens 16 macht man sich die ersten Gedanken, wie die eigene Zukunft aussehen kann und ob man sich die in Dorsten als zukünftigen Heimatort, wo man seine eigenen Kinder großziehen will, vorstellen kann. Was mich anbetrifft, ich würde mir wünschen, dass man genau auf diese beiden angesprochenen Altersklassen mehr eingeht und ihnen mehr bietet, sodass sie nicht, wie so viele andere, in die angrenzenden Großstädte abwandern. Beruflich, wie auch freizeitlich muss sich hier in unserer Stadt zwischen Münsterland und Ruhrgebiet etwas ändern. Und genau dafür, möchte ich mich in Zukunft einsetzen. Wenn sich da etwas bewegen würde, das würde meine Entscheidung, auf Dauer hierzubleiben erleichtern, denn eigentlich mag ich „mein Dorsten.“ (Eva-Maria Slaghekke)

 

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