Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD. Aktueller geht es kaum! Tagsüber trafen sich SPD und CDU in Düsseldorf zur ersten Sondierungsrunde – abends berichtete Michael Groschek live in Dorsten von dem Gespräch. Der Generalsekretär der NRWSPD saß nämlich als Delegationsmitglied mit am Tisch. Rund 100 Gäste kamen am Donnerstag Abend ins Cafe Deluxe nach Hervest-Dorsten. Sie wollten hören, was Michael Groschek zur Landtagswahl und zu möglichen Koalitionen zu sagen hatte. Die erste Erkenntnis:
Dieser Mann braucht kein Mikrofon! Da mühte sich die Hervester SPD-Vorsitzende noch, Mike Groschek ein Mikro anzudrehen – da legte unser Generalsekretär los. Mit einem kräftigen „Guten Abend“ machte er klar: Zur Not könnte ich auch in der Arena „Auf Schalke“ reden – und wäre noch in der hintersten Reihe zu hören. Allerdings wirklich nur im Notfall, Mike Groschek ist schließlich bekennender Fan von Borussia Dortmund. Und da geht man nun mal nicht ohne Not „Auf Schalke“…
„Rotgrün hat leider keine Mehrheit – aber schwarzgelb ist abgewählt“ – damit begann Groschek seinen Rückblick auf die Landtagswahl vom 9. Mai. Die programmatische Erneuerung der letzten 5 Jahre hat der SPD hat erste Früchte getragen. Die SPD hat Glaubwürdigkeit zurück gewonnen – und mit Hannelore Kraft eine Kandidatin gehabt, der die Menschen in NRW vertraut haben. Es gibt aber keinen Grund, übermütig zu werden, so Groschek. Die Menschen in NRW haben die SPD zweimal abgestraft – 2005 bei der Landtagswahl und 2009 bei der Bundestagswahl. „Wir habe unsere Lektion gelernt. Aber wir stehen unter Bewährung!“ machte Groschek klar, daß nun nicht wieder „alles gut“ ist. Die Menschen erwarten, daß die SPD ihr Versprechen einlöst. Das Versprechen, für ein gerechteres NRW zu sorgen.
Da eine Koalition aus SPD und Grünen keine Mehrheit hat, muß ein weiterer Partner gefunden werden. Michael Groschek machte klar: Es geht nicht um Macht, sondern um einen Politikwechsel. Groschek: „Ohne Politikwechsel wird es keine Regierungsbeteiligung mit uns geben!“.
Zum Schluß seiner Rede wandte sich der Generalsekretär an alle Nichtmitglieder im Saal. Sie seien herzlich eingeladen, die SPD mal auszuprobieren. Für alle Neugierigen gibt es die sog. Schnuppermitgliedschaft, ein Jahr SPD ohne Beitrag. Oder, um es unnachahmlich wie Michael Groschek auf den Punkt zu bringen: „Wenn für lau, dann jau!“.
Was Michael Groschek über die Sondierungsgespräche zu berichten hatte, darüber informieren wir Sie in einem separaten Artikel („Groscheks Farbenlehre“). Die ausführliche Wahlanalyse von Michael Groschek veröffentlichen wir in den nächsten Tage auf dieser Seite.