
Hans-Herbert Romanski, sachkundiger Bürger im Umwelt- und Planungsausschuß.
2001 ging die Dachpappenfabrik Dr. Kohl GmbH & Co pleite. Nach rund 100 Jahren Produktion (Dachbeläge, Bautenschutzmittel) ist das Firmengelände mit Teerrückständen kontaminiert. Da der Eigentümer insolvent ist, kann er die Sanierung nicht bezahlen. Die Kosten werden auf 3,2 Mio Euro geschätzt.
Der Atlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband, kurz AAV, würde 80 % dieser Kosten übernehmen. Die restlichen 20 % würden sich der Kreis Recklinghausen und die Stadt Dorsten jeweils zur Hälfte teilen. Der Haken daran: Der AAV fördert Sanierungsmaßnahmen nur, wenn das Grundstück im Eigentum der öffentlichen Hand ist. Es soll verhindert werden, daß mit öffentlichen Geldern eine private verseuchte und damit nicht verkäufliche Fläche saniert wird. Nach der Sanierung hätte der insolvente Eigentümer dann eine begehrte Immobilie, die er zu Geld machen könnte.

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