Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender. Mit der Energie von morgen befaßte sich der Haupt- und Finanzausschuß (HFA) in seiner heutigen Sitzung. Es ging um die Beauftragung eines externen Beraters. Dieser soll die möglichen Handlungsoptionen für die Zeit nach dem Auslaufen des Konzessionsvertrages mit RWE prüfen. Möglich sind eine Verlängerung des Konzessionsvertrages mit RWE, der Neuabschluß eines derartigen Vertrages mit einem anderen Anbieter oder die Gründung von Stadtwerken.
Im Wahlkampf hat sich die SPD zusammen mit ihrem rotgrünen Bürgermeisterkandidaten Dr. Hans-Udo Schneider massiv für die Gründung eigener Stadtwerke eingesetzt. In einem ersten Schritt sollte geprüft werden, welche Vorteile solche Stadtwerke für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger haben kann.
Davon weicht die Beschlußvorlage im HFA deutlich ab – in dieser soll ergebnisoffen geprüft werden, wie Dorsten nach dem Auslaufen des Konzessionsvertrages mit RWE mit Energie versorgt werden soll. „Wir hätten uns eine klarere Vorgabe in Richtung Stadtwerke gewünscht“ faßt der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann die SPD-Bedenken zusammen. Die SPD stimmte dem Beschlußvorschlag dennoch zu. Dazu noch einmal Fragemann: „Das ist immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung“.
Der Auftrag soll noch im März vergeben werden; ein Prüf-Ergebnis soll dann noch vor der Sommerpause vorliegen.