
Mehr als 100 Interessierte konnte die SPD Dorsten zu ihrem 1. Energieforum im Gemeinschaftshaus Wulfen begrüßen. Wolfgang Schulz vom Bremer Energieinstitut stellte Alternativen zur Stromheizung dar und erläuterte, mit welchen spezifischen Wärmekosten dabei jeweils zu rechnen ist.
Zur geplanten neuen Energieeinsparverordnung nahm Michael Wronker, Arbeitskreisleiter „Energie“ der Dorstener SPD und Ortsvereinsvorsitzender in Wulfen, Stellung. „Nach einer ersten Rechtsauskunft bei der Stadt greift die Bestimmung, bis 2020 Nachtspeicherheizungen außer Betrieb nehmen zu müssen, für Barkenberg nicht“, so Michael Wronker. Und weiter: „Diese Bestimmungen gelten nämlich nicht für Siedlungen, in denen aufgrund „öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen“ die Eigentümer und Mieter zum Heizen mit Strom gezwungen wurden“. Damit ist der Zeitdruck für eine Umstellung auf eine andere Heizungsart weg.
Mittel- und langfristig erwartet allerdings Wolfgang Schulz, dass ein neue energetische Infrastruktur in Barkenberg die Energiekosten senken könnte. Darüber hinaus würden auch große Mengen CO2 eingespart. Die Bestrebungen, Nachstromheizungen abzulösen, sollten nach Auskunft des Bremer Energieexperten begleitet werden durch Förderprogramme. Der Gesetzgeber sei sich darüber auch bewusst. Wolfgang Schulz erwartet daher schon kurzfristig entsprechende Förderprogramme. „Eine Lösung des Barkenberger Problems könnte in der Errichtung von „wärmegeführten Blockheizkraftwerken“ liegen, äußerte der Energiefachmann. Allerdings bedürfte es hierzu einer speziell die Barkenberger Verhältnisse analysierenden Studie, um ein optimales Konzept umsetzen zu können.

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