150 Jahre SPD: Heute – Teil 4

Allgemein

Die SPD wird dieses Jahr 150 Jahre alt. Wir haben „unseren“ Geburtstag groß am 7. Juni im Gemeinschaftshaus Wulfen gefeiert. In 50 Minuten nahmen die Jusos die Gäste mit auf eine Zeitreise durch eineinhalb Jahrhunderte Partei-Geschichte. Begleitet von Musik, Bildern und Film-Ausschnitten wurden die wichtigsten Stationen präsentiert. Wir veröffentlichen den Vortrag in loser Folge – zum Nachlesen. Viel Vergnügen!

Polizei und SA verfolgen Sozialdemokraten. Am 9. Mai 1933 werden Vermögen, Zeitungsbetriebe, Geschäftsräume und Druckereien der SPD beschlagnahmt. Für Tausende beginnen Jahre der Verfolgung. Viele fliehen ins Ausland, um von dort ihre politische Arbeit fortzusetzen. Unter ihnen: Otto Wels, Hans Vogel, Erich Ollenhauer, Willy Brandt, Heinz Kühn, Herbert Wehner, Fritz Heine.

Es waren aber nicht nur Dorstener Sozialdemokraten, Kommunisten und Zeugen Jehovas, es waren die Dorstener Juden, die von den Dorstener Nazis gedemütigt, verfolgt, vertrieben und in den Tod geschickt wurden.

Ein Auszug aus dem Buch, Dorsten unterm Hakenkreuz, Band 1,

Sie wurden aus dem Haus gejagt. Die Dorstener Juden, vom Kleinkind bis zum Greis, wurden am 23. Januar 1942 von der Gestapo in einer überraschenden Aktion aus ihren Häusern getrieben und verladen. Für diese Aktion gibt es viele Zeugen. Eine davon, Magdalene Schumacher, Wiesenstraße, erinnert sich:

„Es war ein kalter, schneefreier Samstagmorgen. Schon seit drei Tagen patrouillierte ein SS-Mann, oder war es einer von der SA?, in der Wiesenstraße auf und ab. Durch den Beauftragten der Reichsvereinigung der Deutschen Juden, Hermann Neugarten aus Herne, der seine Tochter, die Frau von Max Metzger, oft besuchte, wussten wir, dass die Deportation der Juden bevorstand. Durch Klopfzeichen machten wir unsere jüdischen Nachbarn aufmerksam, und wir konnten uns so verständigen.

So gegen acht Uhr kamen dann die Gestapobeamten in ihren langen Ledermänteln und drangen in das jüdische Wohnhaus ein.

Man ließ den Menschen nur wenig Zeit zum Packen. Die Gestapo-Leute trieben die Menschen vor sich her, die nur so viel mitnehmen durften, wie sie tragen konnten. In Rucksäcken und Koffern hatten sie das Notwendigste, mit dem sie hofften, irgendwo ein neues Leben beginnen zu können, ohne zu wissen, dass der Gepäckwagen, in dem sie ihre Koffer verstauen mussten, am Gelsenkirchener Bahnhof schon abgekoppelt wurde, ohne zu wissen, dass die Endstation Tod hieß.

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg in Deutschland. Diesmal waren 110 Millionen Menschen unter Waffen. Die Zahl der Kriegstoten wird mit 60-70 Millionen Menschen dokumentiert. Erstmals wurden 2 Atombomben abgeworfen.
Der Krieg hat wieder einmal seine schreckliche Fratze gezeigt.

 

Homepage SPD-Stadtverband Dorsten

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 002704726 -

Termine

SPD Ortsverein Altendorf-Ulfkotte

OV Vorsitzende

Nina Horbelt

Nina.Horbet@spd-dorsten.de

 

Stadtverband

Stephan Erbe                                                                                                                    komm. Stadtverbandsvorsitzender

stephan.erbe@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann
Fraktionsvorsitzender

fraktion@spd-dorsten.de

Michael Hübner
Landtagsabgeordneter

andreas.dunkel@landtag.nrw.de

Michael Gerdes
Bundestagsabgeordneter

michael.gerdes(at)bundestag.de

 

 

Counter

Besucher:2704727
Heute:644
Online:4