Zur Geisterstunde durch das mittelalterliche Dorsten

Ortsverein


Günter Müter, der Nachtwächter von Dorsten.

Der Holsterhausener ist sehr stolz auf „seine Stadt“ Holsterhausen. Rewe und Aldi, ein Kino, ein eigener Autobahnanschluß, Kneipen, Gaststätten, ruhmreiche Sportvereine wie die BG Dorsten oder der BVH Holsterhausen sowie eine eigene Zeche – Holsterhausen hat und hatte alles, was jedermann für das tägliche Leben braucht. Jetzt steckt in jedem Holsterhausener aber auch ein kleiner Abenteurer. Und so wagte die SPD Holsterhausen im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier den Sprung über die Lippe. Und begleitete den Nachtwächter bei seinem mittelalterlichen Dienst in der Dorstener Altstadt.

Dabei mußte sich niemand Sorgen um seine Sicherheit machen. Nachtwächter Günter Müter in seiner Paradeuniform, kampferprobt und ausgestattet mit den modernsten Hilfsmitteln seiner Zeit (Laterne, Horn und der Waffe Hellebarte), führte sicher durch die nächtlichen, menschenleeren Straßen des mittelalterlichen Dorstens. Nur selten sorgten vorbeifahrende Kutschen für leisen Lärm. Nachtwächter Günter wußte eine ganze Menge Geschichten aus dem alten Dorsten zu berichten. Daß dabei manches Mal historische Tatsachen und kleine Märchen zu einem Ganzen verschwommen – wer wollte es ihm verdenken? Schließlich zählt Josef von der Wenge zu seinen besten Freunden. Der Josef hütet Schafe, aber deswegen besucht ihn Nachtwächter Günter nicht so oft und so gerne. Josef versteht sich nämlich auch in der Kunst des Kräuterlikörbrennens… Und so hat natürlich der Weingeist manch Erzählung benebelt – oder belebt?

Wie ist das mit dem Sühnekreuz an der alten Stadtmauer in Höhe der Gaststätte „Zum Franziskaner“ – geht es wirklich auf ein Duell zwischen zwei Studenten zurück? Oder der Kampf um das Recklinghäuser Tor am 28. Februar 1644 – waren es tatsächlich nur Frauen und Kinder, die Dorsten erfolgreich verteidigten? Und müssen nun darum alle Frauen an jedem 28. Februar besonders liebevoll von ihren Männern behandelt werden? Was hat es mit den Geistern in der Lippestraße auf sich? Und dann die Witwe des alten Bürgermeisters – war sie nun eine Hexe und wurde zurecht hingerichtet? Oder hat das Gottesurteil ein Fehlurteil gefällt?

Nach 2 Stunden klang die Nachtwächterführung im alten Rathaus aus – mit einem guten Schoppen Rotwein. Mit dem wurde auf unseren Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe angestoßen. Der soll nämlich am 6. Dezember 1792 eine Nacht in Dorsten verbracht haben. Die Chronik behauptet sogar zu wissen, daß er für den Brückenzoll 18 Stüber und für ein paar Schoppen Wein 28 Stüber bezahlen mußte. Wahr oder unwahr – historische Tatsache oder frei erfundenes Märchen?

Die Antworten kennen nur Nachtwächter Günter Müter und seine Kolleginnen und Kollegen. Wer neugierig geworden ist auf die Dorstener Stadtgeschichte und selber einmal durch seine Heimatstadt geführt werden möchte, der kann sich bei der Stadtinformation anmelden (02362-308080).

 

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