Ali Sen, SPD-Ratsherr aus Hervest-Dorsten. Der Umwelt- und Planungsausschuß räumte am Dienstag eine weitere Hürde für die die Entwicklung auf dem Zechengelände „Fürst Leopold“ aus dem Weg. Er stimmte den Einzelhandelskomponenten zu – die Verwaltung kann nun mit dem Investor Tedo GmbH zum Beispiel den Städtebaulichen Vertrag aushandeln, das Soziokulturelle Zentrum planen oder die Erschließungsverträge mit der RAG abschließen. Die SPD stimmte dem überarbeiteten Konzept zu, stellte gleichzeitig aber auch klare Forderungen an den Investor.
In dem nun vorliegenden Konzept wird der Disounter wieder im Osten, in Verlängerung der Einkaufsstraße „Harsewinkel“, platziert. Diese Forderung hatte die SPD immer wieder gestellt. Wollte sich der Investor lange Zeit nicht auf diese Forderung einlassen, ließen ihn die Stellungnahmen der IHK und der Regionalplanung nun doch umplanen. Der Supermarkt bleibt zwar im Westen des Verfahrensgebietes, aber mit dem Discounter in Verlängerung des „Harsewinkel“ haben die dortigen Geschäfte nun eine echte Überlebenschance.
Dirk Schult, SPD-Sprecher im Umwelt- und Planungsausschuß, bekräftigte die Forderungen aus dem CIMA-Gutachten:
- Der Übergang vom Harsewinkel über die Halterner Straße zum Discounter darf keine gefühlte „Grenze“ sein; der Kreuzungsbereich muß für Besucher so attraktiv werden, daß Discounter und Harsewinkel eine Einheit bilden. Wie trennend eine Straße wirken kann, selbst wenn sie nicht besonders breit ist, zeigt das traurige Beispiel des Lippetorcenters.
- Der Investor Tedo GmbH muß zwingend verpflichtet werden, sich am Flächenmanagement aktiv zu beteiligen. Dabei darf sich die Tedo GmbH nicht nur für die eigenen Flächen, sondern muß sich auch und besonders für die Geschäfte im „Harsewinkel“ engagieren.
Dazu berichtete Stadtbaurat Holger Lohse, daß es erste Gespräche zwischen der Tedo GmbH und den Geschäftsleuten im „Harsewinkel“ zur Bildung einer Immobilienstandortgemeinschaft gegeben habe – unter Mitwirkung der IHK.