Dirk Schult, SPD-Ratsherr aus Holsterhausen. Natürlich nicht. Dorstens nördlicher Stadtteil heißt Wulfen. Wulffen – das ist ein Ausdruck dafür, daß unsere deutsche Sprache sich ständig verändert, immer neue Worte dazukommen. Simsen, vor 20 Jahren noch unbekannt – heute in aller Munde. Oder Chillen – nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene entspannen beim Chillen. Jetzt hat auch der Bundespräsident sich um die deutsche Sprache verdient gemacht – ähnlich wie die Märchenbrüder Grimm.
Es gibt ein neues Wort im deutschen Sprachschatz – Wulffen. Und das hat zwei Bedeutungen:
- jemandem die Mailbox vollquatschen oder
- nicht zu lügen, aber auch nicht die (ganze) Wahrheit zu sagen.
Wer erinnert sich an den Bundespräsidenten der 70er Jahre – Walter Scheel? Der sang hoch vom gelben Wagen. Und neben ihm saß sein Schwager. Christian Wulff fährt nicht mit dem gelben Wagen, sondern fliegt lieber. (Noch) nicht aus seinem Amt, mit dem Flugzeug. Nicht zum Schwager, sondern zu reichen Freunden in den Urlaub. Derweil warten politisch interessierte Bundesbürger darauf, daß Wulff sein Versprechen hält. „Morgen“ wolle er die 400 Fragen von Journalisten und seine Antworten veröffentlichen. Der Morgen stirbt nie – hieß ein James Bond-Film. Bei Wulff heißt es wohl: Morgen kommt nie…