12.14. Juli 2010: Ich stehe im Saal des Landtags, und der Landtagspräsident fragt mich, ob ich die Wahl annehme. Natürlich war ich nervös. Schließlich wurde ich die erste Ministerpräsidentin in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen und Regierungschefin des größten Bundeslandes in Deutschland.
Ich war stolz und überglücklich, dass neben meinem Mann und unserem Sohn meine Mutter diesen Moment mit mir erleben konnte. Leider ist sie im vergangenen Jahr gestorben. Das hat mich sehr traurig gemacht. Aber ich bin auch zutiefst dankbar, dass wir gemeinsam so viel Zeit in nächster Nähe miteinander verbringen durften.
Der Start als Ministerpräsidentin begann dann mit der größten „Straßenblockade“, die das Ruhrgebiet jemals erlebt hat. Als Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres „Ruhr 2010“ wurde die A40 – die Hauptschlagader des Ruhrgebiets – am Sonntag auf 60 Kilometern komplett für Autos gesperrt! Und ich war gerade fünf Tage Ministerpräsidentin und mittendrin dabei, als fast drei Millionen Besucher bei bestem Sommerwetter die Autobahn „besetzten“. Ein unglaublich fröhliches und friedliches Volksfest. Ich war tief gerührt, wie freundlich die Menschen auf mich zukamen, mir gratulierten. Das werde ich nie vergessen.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 22.04.2017
Der Meckerscheck als Dauerbrenner
Wer glaubt, dass in Zeiten von Internet, Facebook und Co. Zeitungen überflüssig sind, „setzt auf das falsche Pferd“, so die Rhader SPD, die seit vielen Jahren sporadisch eine eigene Zeitung mit dem Titel „SPD-Nachrichten für Rhade“ produziert und an alle Haushalte kostenlos verteilt. Nun liegt die 115. Ausgabe vor.
Dass die Landtagswahl am 14. Mai der Grund für die jetzige Präsentation ist, räumen die Herausgeber ohne Wenn und Aber ein. Ein zweiter Blick zeigt, dass es sich aber um eine Mischung aus lokalen und überregionalen partei- und gesellschaftspolitischen Themenfeldern in der vierseitigen Publikation handelt. Ob Rhader Rahmenplan, das Bürgerforum oder die 800- Jahr Feier im Juni – die Berichterstattung will informieren und motivieren, sich einzusetzen.
Nicht wegzudenken ist der Meckerscheck. Eine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, wichtige Hinweise, Kritik oder Anregungen loszuwerden. „Wir kümmern uns um jede Eingabe“, so Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten. Und weiter: „Der Meckerscheck ist eine gute Gelegenheit, Bürgerbeteiligung anzuregen“. Die SPD-Nachrichten erscheinen in einer Auflage von 2.500 Stück. Interessenten außerhalb Rhades können sie auch anfordern. Kontakt: Christoph Kopp, E-Mail: chkoppsw200(at)aol.com
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 22.04.2017
Gute und sichere Arbeit. Für junge Menschen, damit sie ihre Zukunft planen können. Für Ältere, auch am Ende ihres Berufslebens. Starke Betriebsräte und Gewerkschaften, die darauf achten, dass die Interessen der Beschäftigten nicht zu kurz kommen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen - Gemeinsam!
- Für die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsplätzen.
- Für gebührenfreie Bildung, das Recht auf Qualifizierung - und mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung.
- Für eine starke Tarifbindung und mehr Demokratie im Betrieb.
Dafür wollen wir am 1. Mai ein starkes Zeichen setzen - auf der Straße und im Netz!
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 21.04.2017
Zu den aktuellen Zahlen der Existenzgründungen in NRW und den neuesten Ergebnissen des nordrhein-westfälischen Produktionsindizes der Industrie erklärt Michael Hübner, stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW und Abgeordneter für Dorsten:
"Mit unserer vorausschauenden Wirtschaftspolitik stärken wir den Wirtschaftsstandort NRW. Dabei setzen wir nicht auf "entweder-oder", sondern haben die Förderung der Industrie und die junger Existenzgründer gleichermaßen im Blick. Denn die Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes kann nur gelingen, wenn man auf Gutes wie die Industrie setzt und zugleich auf Neues wie Start-ups baut.
Wir haben Nordrhein-Westfalen zum attraktivsten Ort für junge Existenzgründer entwickelt und diese nutzen die hervorragende digitale Infrastruktur und Netzwerke vor Ort für ihre Ideen. Wir liegen mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in 2015 deutlich an der Spitze, denn Flächenländer wie Bayern (- 4,9 Prozent), Baden-Württemberg (- 5,3 Prozent) oder auch der Bund (- 2,7 Prozent) konnten nicht an Attraktivität bei jungen Gründern gewinnen.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 20.04.2017
11.Der Gang in die Opposition nach der Wahl einer neuen Regierung aus CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen war für uns alle bitter. Im Juni 2005 wählte mich die SPD-Landtagsfraktion zu ihrer Vorsitzenden. In diesen Wochen des Übergangs reifte sehr schnell bei der großen Mehrheit der Fraktion die innere Überzeugung, nicht resigniert zurück zu schauen, sondern die Zeit für einen Aufbruch und inhaltliche Neuorientierung zu nutzen. Ich erinnere mich noch gut, wie überrascht die Abgeordneten in den Regierungsfraktionen bei den ersten Landtagssitzungen waren, dass wir selbstbewusst und zuversichtlich auftraten und nicht wie geprügelte Hunde über die Flure schlichen. Vom ersten Tag an war die gemeinsame Leitlinie unseres Handelns und unserer täglichen Arbeit im Landtag: Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar eine Regierung im Wartestand und keine verzagte und Nur-Dagegen-Opposition sein. Im Januar schenkte mir dann auch die Landespartei das Vertrauen, sie zu führen. Wir nutzten die Zeit, um in vielen Gesprächen mit Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen, gesellschaftlichen Gruppen und den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören, um über Veränderungen und Lösungen zu diskutieren. All diese Erfahrungen flossen in unsere Arbeit ein und als das Wahljahr 2010 anbrach, bekam ich immer mehr das Gefühl, dass wir im Mai erfolgreich sein könnten.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 20.04.2017