Vorne wird verhandelt, hinten wird taktiert
Die SPD ist in der Zwickmühle. Eigentlich will sie sich nach dem Wahldebakel im September als Oppositionspartei im Bundestag regenerieren. Auch die Union, ebenfalls deutlicher Wahlverlierer, hatte die SPD als Regierungsmehrheitsbeschaffer überhaupt nicht mehr auf dem Plan. Grüne und FDP schienen willkommene „Lückenbüßer“ zu sein. Die schmutzige Taktiererei von Lindner und Co. hat aber alles über den Haufen geworfen.
Jetzt also „ergebnisoffene“ Gespräche zweier Parteien, die sich eigentlich auseinander gelebt haben. GroKo? Tolerierung einer CDU/CSU-Minderheitsregierung? Neuwahlen? Und ganz neu KoKo? Alles ist möglich. Theoretisch. Heute wird in Berlin nicht nur miteinander gesprochen, sondern auch intensiv taktiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu keiner Einigung kommt, ist sehr groß. Dann wird entweder Jamaika eine Auferstehung feiern, oder die FDP wird Schwarz-Grün tolerieren. Neuwahlen will nämlich zur Zeit keiner der genannten Akteure.
Kommentar von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
Landespolitik Michael Groschek: Der industriepolitische Totalausfall von Armin Laschet gefährdet Arbeitsplätze in NRW
Zum Fernbleiben der IG Metall beim Stahlgipfel der nordrhein-westfälischen Landesregierung erklärt Michael Groschek, Vorsitzender der NRWSPD:
Armin Laschet ist ein industriepolitischer Totalausfall. Die CDU-geführte Landesregierung hat durch eigenes Verschulden die Gespräche mit den Beschäftigten von ThyssenKrupp vor die Wand gefahren. Das fahrlässige Verhalten des Ministerpräsidenten und seiner Landesminister gefährdet Arbeitsplätze und die Zukunft des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen. Wer so – wie Herr Laschet in NRW – im industriepolitischen Blindflug unterwegs ist, sollte sich als vollmundiger Ratschlaggeber für die SPD in Berlin zurückhalten.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 13.12.2017

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