Davos hat mir die Augen geöffnet – Der Sonntagskommentar aus Rhade
Es waren doch nicht die strohdoofen Wähler, Abgehängten, Nationalisten und Rassisten, die Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt haben. Es waren abgezockte und berechnende Investoren, die sich einen Trump leisten, um noch mehr Kasse zu machen. Anfangs waren wir auf der anderen Seite des Ozeans belustigt, dann fragend, zunehmend beunruhigt und ratlos, jetzt wissen wir, Trump wird nicht scheitern. Er hat nämlich auch in Europa einflussreiche Verbündete.
Es sind die Konzernchefs der größten europäischen Unternehmen, die in einer nicht für möglich gehaltenen erniedrigenden, schleimenden und verlogenen Art und Weise in den amerikanischen Präsidenten reinkrochen, dass der TV-Zuschauer, weit weg von Davos, die Nase wegen des unerträglichen Geruchs rümpfen musste. Sie haben Trump gelobt und ihm öffentlich versprochen, künftig, so wie gewünscht, in den USA mehr zu investieren und zu produzieren. Unsere Betriebs- und Aufsichtsräte, ich denke gerade an die von Siemens und SAP, die sich sicherlich auch die Augen gerieben haben, als sie ihre Chefs in Davos, links und rechts von Trump sitzend, dennoch so kriechen sahen.
Wie gesagt, ich habe jetzt erst verstanden, warum Trump nicht scheitern wird – und warum Politik nicht selten als schmutziges Geschäft bezeichnet wird.
Kommentar von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
MdB und MdL Aus für GHH Rand in Oberhausen - Entfesselter Markt vernichtet Industriearbeitsplätze
Zu der kürzlich bekannt gewordenen Schließung der Firma GHH Rand in Oberhausen erklärt Michael Hübner, Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck sowie stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„So sieht Marktentfesselung in der Wirklichkeit aus: da fliegt ein Konzernvertreter ein, und erklärt in 15 Minuten den versammelten 250 Mitarbeitern eines modernen Maschinenbaubetriebs völlig überraschend, dass sie in wenigen Monaten ihre Jobs los sind. Eine beispiellose Unverschämtheit.
Die Landesregierung hat sich die Marktentfesselung auf die Fahnen geschrieben und erntet einmal mehr, was sie gesät hat. Nach Siemens in Mülheim, General Electric in Mönchengladbach, Thyssenkrupp in Duisburg und Air Berlin in Düsseldorf gilt nun auch bei GHH Rand in Oberhausen: Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die Menschen.
Wir fordern Ministerpräsident Armin Laschet und sein Kabinett dazu auf, unverzüglich Protest beim Mutterkonzern Ingersoll Rand einzulegen und sich gemeinsam mit den Betriebsräten und der Gewerkschaft für den Erhalt der Arbeitsplätze bei GHH Rand in Oberhausen einzusetzen.
Für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und den Industriestandort Nordrhein-Westfalen gilt: Schluss mit der Marktentfesselungsideologie der Mitte-Rechts-Koalition!“
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 29.01.2018

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