Im Mittelpunkt des Dialogforums „Bürger finden Stadt“ standen am Samstag im ehemaligen Bahnhof Hervest mit dem Tierheim Hervest, der Rahmenplanung Rhade und dem Wohnprojekt Blaue Schule Projekte, die die SPD Dorsten z. T. initiiert hat und an deren Umsetzung sie maßgeblich beteiligt ist.
Eingeladen zur Bürgerwerkstatt hatte die Stadt Dorsten gemeinsam mit dem Stadtteilbüros Hervest und Wulfen-Barkenberg. Der Zuspruch und die lebhafte Diskussion zeigten das große Interesse, das die bürgerschaftlichen Gruppen, Vereine und Initiativen mit dem ehrenamtlichen Engagement verbinden.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 26.02.2014
Drei völlig unterschiedliche Beispiele bürgerschaftlichen Engagements zeigten unübersehbar auf, das etwas in unserer Stadt zu bewegen ist.
Die Initiative „Tierheim-Hervest“, hier wurde in kürzester Zeit aus einem langjährigen, peinlichen Provisorium ein modellhaftes Projekt, konnte die Öffentlichkeit grandios erreichen und die Verwaltung an ihre gesetzliche Pflichtaufgabe nachhaltig erinnern.
Das Wohnprojekt Blaue Schule in Barkenberg schaffte etwas ganz anderes. Menschen, die sich in vielen Vorgesprächen trafen, lernten sich kennen und schätzen. Nur so konnte ein gemeinsames Wohnprojekt dieser Größenordnung gestemmt werden.
Beide Beispiele konzentrierten sich auf eine klare Zielformulierung und auf ein überschaubare Vorhaben, sowie eine zeitlich fixierte Umsetzung.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 25.02.2014
Neben der Rhader Rahmenplanung, siehe gestriger Bericht, waren es noch 2 weitere Beispiele praktizierter Bürgerarbeit, die die Besucher faszinierten.
Heike Unkel, ehrenamtliche Vorsitzende des Dorstener Tierheims zeigte in Wort und Bild beeindruckend auf, wo es in der Vergangenheit klemmte, wie sich mit Ärmelaufkrempeln etwas ändern lässt und wohin die Reise künftig gehen wird.
Von unter 30 Mitgliedern sind es heute über 200, die sich den Tierschutz in ihrer Stadt auf die Fahnen geschrieben haben. Übrigens eine Pflichtaufgabe der Kommune. Das heißt, dass Dorsten tief in die Tasche greifen muss, um dem gesetzlich verankerten Tierschutz auch Rechnung zu tragen. So wird mit ca. 400.000 Euro in nächster Zeit ein artgerechtes Tierheim neu erbaut. Der Verein muss erhebliche Mittel zusätzlich aufbringen. „Aber“, so Heike Unkel, „wir haben inzwischen viele, auch junge Helfer und großzügige Sponsoren“.
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 24.02.2014
Modell für Dorsten? - JA!
Langer Applaus, Schulterklopfen und anerkennende Kommentare. Dirk Hartwich, einer der Initiatoren für aktive Bürgerbeteiligung bei der Rhader Rahmenplanung hat mit seinem Referat die vielen Teilnehmer des Dialogforums restlos überzeugt.
Er erläuterte eingangs die unbefriedigende Situation einer „Randgemeinde“ Dorstens, die nach der kommunalen Neugliederung 1975 nicht nur ihre Selbständigkeit, sondern auch viele aktive ehrenamtliche Akteure verloren hat.
Die Idee, Rahmenplanung einmal ganz anders zu machen, wurde im Stadtrat bekanntlich mit konservativer Mehrheit ausgebremst.
„Das war der Startschuss für unsere Initiative, mit Bürgerversammlungen die Themen eines Rahmenplans aktiv zu bearbeiten und positiv zu beeinflussen“, so Dirk Hartwich, der dann das Verfahren, die Erfolge, aber auch die Schwierigkeiten beim Namen nannte. Unterstützt von Fotos und Textbildern, die an Klarheit nichts zu wünschen ließen.
Seine Zusammenfassung in 3 Punkten:
- Aktive Bürgerbeteiligung ist Mehrwert für unsere Stadt
- Parteien müssen ihre Berührungsängste im Interesse der Sache abbauen
- Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt, ihrem Stadtteil, ihrem Quartier steigt, wenn sie ernst genommen, sprich, aktiv beteiligt werden.
Die komplette Rede:
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 23.02.2014
Liebe Leserin, lieber Leser,
ehrlich gesagt, es fällt mir nicht leicht, die politische Woche zu kommentieren. Gerne würde ich die inhaltliche Arbeitin den Vordergrund stellen. Aber die Vorkommnisse rund um den Fall Edathy kann man nicht unter den Tisch kehren.Leider gibt es immer noch viele offene Fragen: Wer wusste wann was? Wer hat sich was zu Schulden kommenlassen? Wer hat in welcher Form gegen Regeln verstoßen? Ich hoffe auf schnelle und umfassende Aufklärung aufallen Seiten. Dieser Fall ist kompliziert, weil er verschiedene Dimensionen hat. Es geht um mögliche Rechtsverstöße,um moralische Fragen und politische Konsequenzen.
Nun aber zu dem, was darüber hinaus auf der Tagesordnung stand: Zum letzten Mal stimmte der Deutsche Bundestag – auch mit der Mehrheit der Stimmen der SPD-Bundestagsfraktion – am Donnerstag über das Afghanistanmandat der Bundeswehr ab. Gegenstand dieser Abstimmung war die letztmalige Fortführung des Mandats bis zum 31. Dezember 2014. Dann wird Afghanistan selbst die Sicherheitsverantwortung im ganzen Land übernehmen. Die ISAF-Mission wird damit abgeschlossen sein.
Aus Kiew haben uns diese Woche erschreckende Bilder erreicht. Seit Monaten gibt es in der Ukraine Proteste gegen die Politik des amtierenden Präsidenten Wiktor Janukowitsch. Symbol der Proteste ist die Belagerung des Maidan-Platzes. Die Lage dort ist eskaliert. Bei den Auseinandersetzungen kamen zahlreiche Menschen auf beiden Seiten ums Leben, es gab hunderte Verletzte. Bundestagspräsident Norbert Lammert sprach in einer Aktuellen Stunde den Familien der Opfer die Anteilnahme des gesamten Parlaments aus. Gemeinsam mit anderen EU-Ländern setzen wir uns massiv für politische Lösungen ein. Die Initiative der drei europäischen Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Polen, die gestern zu Gesprächen in der Ukraine waren, hat Positives bewirkt. Frank-Walter Steinmeier beweist sich als Krisen-Diplomat. Seit heute Mittag sind Kompromisse zwischen Regierung und Opposition in Sicht. Hoffentlich bleibt es bei diesen guten Nachrichten.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Gerdes, MdB
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 22.02.2014