
Rainer Walter, Sprecher des SPD-Arbeitskreises Stadtwerke.
Die Äußerungen des Bürgermeisters und des Stadtverbandsvorsitzenden der Dorstener CDU zum Thema Stadtwerke und Konzessionsvertrag auf deren Neujahrsempfang versetzten den Beobachter in Erstaunen. Der Bürgermeister hebt darauf ab, dass mögliche Stadtwerke keine eierlegende Wollmilchsau wäre. Das hat auch niemand behauptet. Die Neugründung der Stadtwerke und die Netzübernahme von der RWE ist natürlich kein Allheilmittel für dorstener Probleme. Eigene Stadtwerke bieten allerdings einen großen gestalterischen Spielraum bei der Versorgung der Stadt mit Energie. Gleichzeitig bieten sich Möglichkeiten bei der Schaffung von Arbeitsplätzen hier vor Ort. Auch das Problem der zukünftigen Energieversorgung Barkenbergs könnte sich mit eigenen Stadtwerken zum Nutzen der Bürger und der Stadt besser lösen lassen. Geld würde natürlich auch verdient, zumal die Konzessionsabgaben weiter in die Stadtkasse fließen. Das Herr Stockhoff jetzt auch noch die Emscher Lippe Energie GmbH, ELE, als möglichen neuen Partner ins Spiel bringt passt ins Bild. Besitzer der ELE sind zu je 7% die Städte Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen. Den Löwenanteil von 79% hält die RWE! Von 18 Mitgliedern des Aufsichtsrates stehen alleine 7 bei der RWE auf der Gehaltsliste, auch der Vorsitzende. Zusätzlich ist noch ein Vertreter der Rheinische Energie AG im Aufsichtsrat, an der die RWE mit 66,67% beteiligt ist. Man sieht also ganz deutlich wo die Reise hin geht. Nachdem der Bürgermeister schon einen Vertrag mit der RWE über die Erstellung eines Gutachtens zur Energieversorgung Dorstens abgeschlossen hat, geht man hier schon einen Schritt weiter in Richtung RWE. Sieht so eine unabhängige Prüfung zur Neugründung von Stadtwerken aus? Die SPD Dorsten ist da skeptisch und wird das Vorgehen der CDU weiter sehr aufmerksam und kritisch hinterfragen und beleuchten und mit eigenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit gehen.

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