Gut besucht und aus Sicht der Vorsitzenden Heike Unkel sehr erfolgreich war die offene Vorstandssitzung der Hervester SPD am Dienstag, 10.02.09, bei Einhaus
Über 30 Bürger waren erschienen, um sich von Ralf Ehlert, Projektentwickler der Firma TeDo, aus erster Hand die geplante Entwicklung auf dem Zechengelände zu informieren.
Dieser zeigte sich dankbar, interessierten Bürgern seine Pläne erläutern zu können und forderte alle Hervester Bürger auf,
auch eigene Ideen mit einzubringen.
Bei der Darstellung der Pläne gelang es ihm auch schnell, einige Bedenken der Genossen und des Bürgermeisterkandidaten Hans-Udo Schneider zu beseitigen. Gegenüber den alten Plänen der Entwicklungsgesellschaft Fürst Leopold sind nun viele der Forderungen des Ortsvereins mit aufgenommen. Auch die Erfahrungen eines gemeinsamen Besuches mit Dorstener Genossen zu einem Gründerzentrum in Gronau seien bei den Planungen z.B. des Gründerhotels mit eingeflossen.
„Durch den geplanten Kreisverkehr und den zentralen Parkplatz für Besucher der 3800m² Verkaufsfläche sowie des Harsewinkels scheint eine Anbindung des Harsewinkels gegeben“, so Fraktionschef Heinz Denniger. Auch die ortsansässige Kaufmannschaft hat zwar noch eigene Wünsche, lobt aber das Gesamtkonzept und die gute Einbeziehung in die Pläne.“ Die neue Mitte Hervest darf nicht nur auf dem Zechengelände stehen, da muss der Harsewinkel einbezogen werden,“ forderte Frau Gellermann-Renner für die Kaufmannschaft. „Von einem „sterbenden Harsewinkel“, wie ihn die SPD befürchtet, hätte auch die Entwicklung auf dem Zechengelände nichts, beide müssten voneinander profitieren“ versicherte Ralf Ehlert.
Strittig diskutiert wurde die umfangreiche Ansiedlung von Kunst und Kultur auf dem Areal, „davon profitieren eher Ortsfremde als Hervester Bürger“, beklagt Ali Sen. „Wir wollen auch Auswärtige nach Hervest holen,“ betonte Ralf Ehlert. Insgesamt wurde die Frage nach der Nachhaltigkeit nicht nur vom BM-Kandidaten Hans-Udo Schneider gestellt. Hier gibt es noch die meisten Zweifler. Die Freizeitmöglichkeiten durch Gastronomie, Musik und Foto, Billard und Bowling sind Angebote auch für die Hervester Jugend. „ Die Möglichkeit, hier auch Musik oder die Fotografie zu erlernen, ist eine gute Sache,“ so Dirk Groß.
„Allerdings werden wir nicht alle Hervester Jugendlichen erreichen. Weitergehende Angebote auch für nicht so einfach zugängliche Jugendliche mit besonderen Problemlagen sind dann eben anderswo und zügig im Ortsteil zu entwickeln - die Erkenntnisse der Sozialdaten erfordern dies." Erfreulich werteten die anwesenden Bürger, dass schon in diesem Jahr die ersten Bauarbeiten beginnen werden, als Zeichen des Neubeginns, wie auch zum Erhalt der wertvollen Gebäudesubstanz. „In dieser Dichte ein Alleinstellungsmerkmal, das keine andere entwickelte Zechenfläche aufweist“, so Architekt Thomas Boos.
Auf Widerstand der Genossen stößt allerdings der geplante Kreisverkehr an der Kreuzung Halterner Strasse / Joachimstrasse. „Der macht so nur Sinn, wenn die geplante zweite Brückenquerung durch Hervest wirklich realisiert wird. 20 000 Fahrzeuge neben Schule, Kindergarten und Kirchenzentrum können wir nicht verantworten,“ so Ratsherr Carsten Entinger. Da war er sich auch mit den Anwohnern einig. „Insgesamt wird die Entwicklung jedoch die auch von uns erhoffte Entlastung der Halter Strasse bringen“ begrüßt Volker Jenau die Planung.
Die geäußerte Verwunderung eines Gastes, dass nicht alle Hervester an diesem Abend gekommen waren um sich zu informieren, „das Wir-Gefühl täte dem Ortsteil gut“ wurde von allen geteilt. „Weitere Veranstaltungen sind geplant,“ versicherte Ralf Ehlert.
Die Hervester Genossen werden bei allen Infoständen des Jahres die Pläne dabei haben, um mit den Bürgern zu diskutieren.