Fahren Sie noch in den Urlaub? Womöglich mit dem Auto? Dann ist Ihre erste Station die Tankstelle. Und dort wartet er, der „Wunderstoff“, der Autos mobil machen und dabei die Umwelt schonen soll: E10. Seit einem halben Jahr wird der Biosprit (Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen: 10 %) angeboten, seit einem halben Jahr wartet er auf Käufer. Bislang beträgt der Marktanteil von E10 nur um die 10 % - das ist weit unter der Quote, die gesetzlich gefordert wird. Für diesen Fall drohen den Mineralölkonzernen Strafzahlungen. Raten Sie doch dreimal, auf wen diese Strafgelder am Ende umgelegt werden? Richtig, in Form noch höherer Benzinpreise werden diese Kosten an die Autofahrer weitergereicht werden.
Dabei ist die ganze Idee, mit E10 die Umwelt zu schonen, zweifelhaft. Denn schon Experten sind sich uneinig, ob die Klimabilanz am Ende wirklich für den umstrittenen Biosprit spricht. Schließlich wird ja auch beim Anpflanzen und Ernten der Pflanzen, die den Rohstoff für E10 liefern, Energie verbraucht. Wie viel CO2 spart der Einsatz von E10 am Ende wirklich?

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