
Entspannte Stimmung beim außerordentlichen Parteitag am Samstag in Berlin - so wie hier auf dem Foto zwischen Frank-Walter Steinmeier und der stellvertretenden Bürgermeisterin Susanna Simmerl. Noch ist der amtierende Außenminister zwar nicht Bundeskanzler, aber mit überwältigender Mehrheit wählten ihn die Delegierten zum Kanzler-Kandidaten der SPD - mit einem Traumergebnis von 95%. In einer kämpferischen Rede rechnete Frank-Walter Steinmeier mit der marktliberalen Ära ab. "Jetzt ist Zeit für Umdenken, neues Denken und Neubeginn". Und das geht nur mit der SPD, denn "Wieder einmal gilt für die deutsche Sozialdemokratie: wenn es eng wird, ist es gut, daß wir für unser Land Verantwortung tragen: Verantwortung für Deutschland!". Denn wohin es führt, wenn selbsternannte "Experten" unkontrolliert handeln, das zeigen die Bankenpleiten der letzten Wochen und Monate. Die gesamte Weltwirtschaft gerät in Gefahr und muß mit vielen Steuermilliarden gerettet werden.
"Münte" ist zurück - mit 85% wurde Franz Müntefering zum neuen Bundes-Vorsitzenden der SPD gewählt. In seiner Rede warb er für die organisierte Solidarität des Sozialstaates und die Demokratie: die Demokratie darf nicht vor den Fabriktoren enden: Sozialstaat, soziale Marktwirtschaft und Sozialpartnerschaft gehören zusammen. Die Arbeitnehmerrechte müssen gesichert werde - "auf immer und ewig".
Und was machte Altkanzler Helmut Schmidt? Er rauchte fleißig gegen den Zeittrend - hoffentlich ist Berlin weit genug von den in Wiesbaden beheimateten Super-Nikotin-Spürnasen entfernt. Nach dem letzten Parteitag in Hamburg setzte es von dort nämlich eine Anzeige gegen den bekanntesten Raucher Deutschlands...

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