"Ein Ruck durch die Partei" - SPD steht geschlossen hinter Hans-Willi Niemeyer

Stadtverband

Willi Niemeyer

„Es ist ein Ruck durch die Partei gegangen“ – erleichtert schloss Hans-Willi Niemeyer den planmäßigen Stadtparteitag in Holsterhausen. Anpacken, gemeinsam arbeiten, die Menschen in Dorsten von der SPD überzeugen – das waren die zentralen Botschaften auf dem Stadtparteitag. Und die Delegierten stellten sich geschlossen hinter ihren designierten neuen Vorsitzenden. Hans-Willi Niemeyer wird auf dem nächsten Stadtparteitag zum „Chef“ gewählt – dieser findet voraussichtlich am 29. November statt.

„Es ist ein Ruck durch die Partei gegangen“ – erleichtert schloss Hans-Willi Niemeyer den planmäßigen Stadtparteitag in Holsterhausen. Anpacken, gemeinsam arbeiten, die Menschen in Dorsten von der SPD überzeugen – das waren die zentralen Botschaften auf dem Stadtparteitag. Und die Delegierten stellten sich geschlossen hinter ihren designierten neuen Vorsitzenden. Hans-Willi Niemeyer wird auf dem nächsten Stadtparteitag zum „Chef“ gewählt – dieser findet voraussichtlich am 29. November statt.

Der Blick geht nur noch nach vorne – die zurückliegenden Querelen sind kein Thema mehr. So ging Ehrenvorsitzender Heinz Ritter in seiner Begrüßungsrede dann auch nur kurz darauf ein – am Ende forderte er von „seiner“ Partei Geschlossenheit und Einsatz für die Menschen in dieser Stadt.

Mit einem Scherz beendete der zurückgetretene Stadtverbands-Vorsitzende Carsten Entinger seine Abschiedsrede. Nachdem er sich zuvor namentlich bei vielen bedankt hat, die ihn in seiner Amtszeit unterstützt hatten, rief er die SPD auf, gezielt um junge Menschen zu werben. Aber nicht als Konkurrenz für den neuen Vorsitzenden, der 61 Jahre alt sei…

Mit Spannung erwarteten die Delegierten die Antrittsrede ihres neuen „Chefs“. Hans-Willi Niemeyer (61, verheiratet, 2 Kinder, Unternehmer aus Rhade) bedankte sich zuerst bei seinem Vorgänger Carsten Entinger mit einem kleinen Präsent für die geleistete Arbeit und fasste sich anschließend kurz, als er seine Ziele vorstellte. Er will den Stadtverband einen, Dr. Hans-Udo Schneider muss Bürgermeister und die SPD stärkste Fraktion werden. So knackig kurz passt das alles auf einen Bierdeckel… Dem Bürgermeister-Kandidaten Dr. Hans-Udo Schneider versprach er die Unterstützung seiner Partei. Nach dem lautstarken Applaus der Delegierten darf Sozial- und Industriepfarrer Hans-Udo Schneider dabei auf die GESAMTE Partei zählen.

Mit welchen Themen die SPD in Dorsten punkten will, umriss Fraktionsvorsitzender Heinz Denniger in seiner Rede. Das soziale Gefälle in Dorsten muss ausgeglichen werden. So ist für das Zechengelände in Hervest-Dorsten ein Nachfolgekonzept nötig. Es komme darauf an, daß Arbeitsplätze entstehen. In der Schulpolitik ist ein neues Bildungskonzept nötig. Es muss optimale Bedingungen geben – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für das Lehrpersonal. Ein roter Faden müsse sich vom Kindergarten über Schule und Berufsschule bis hin zur Universität spannen. Wie das umgesetzt werden soll – dazu wird die SPD in ihrem Wahlprogramm Antworten geben. Die Rohfassung des Wahlprogramms wird derzeit parteiintern beraten und soll auf dem nächsten Stadtparteitag beschlossen werden.

Über den Dorstener Tellerrand hinaus schaute Landrats-Kandidat Cay Süberkrüb. Er konzentrierte sich in seiner Rede auf die verfehlte Politik der Landesregierung. Die geplante Änderung des Sparkassengesetzes gefährde Jugendfeuerwehren, Frauenhäuser, Chöre oder Konorar-Sportvereine – diese Gruppen werden beispielsweise in Herten von der Sparkasse gefördert. Diese Unterstützung würde entfallen, sollten die Sparkassen, wie es die Landesregierung plant, in Zukunft privatisiert. Privat vor Staat – diese Politik der Landesregierung wird auf dem Rücken der Menschen in NRW betrieben. Die Kommunen bluten finanziell aus, tausende Mieter der verkauften LEG-Immobilien bangen um ihre Wohnungen, die Rechte der Landesangestellten wurden beschnitten – das sind nur einige Folgen der falschen Politik in Düsseldorf. „Andere tragen die Nase hoch – wir wollen die Nase vorne haben“ - Cay Süberkrüb machte den Delegierten aber Mut. Schließlich habe die SPD die klügeren Konzepte.

Anschließend stellten sich die Kandidaten für den Bundestag vor. Um das Ticket nach Berlin bewarben sich Jens Bennarend und Michael Gerdes. Jens Bennarend (36, Lehrer, Stadtverbands-Vorsitzender in Gladbeck) konzentrierte sich in seiner Bewerbungsrede auf das Thema Bildung. Bildung müsse in ganz Deutschland vereinheitlicht werden – es dürfe nicht weiter sein, daß es in Deutschland 16 verschiedene Bildungssysteme gäbe. Eindringlich warb er für das Konzept „Beste Bildung für alle“ der NRWSPD. Bildung dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen – und gab ein erschreckendes Beispiel aus seinem Lehreralltag. Wenn Lektüre angeschafft werden soll – dann geht es an seiner Schule bei der Auswahl nicht mehr um Inhalt eines Buches, sondern um dessen Preis!

Michael Gerdes (48, freigestelltes Betriebsratsmitglied auf der Zeche Prosper-Haniel, stellvertretender Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender in Bottrop) spannte einen großen Bogen. Er wolle sich in Berlin für einen Sockelbergbau auch nach dem Jahr 2018 einsetzen. Deutschland braucht die heimische Steinkohle – wegen der Arbeitsplätze und wegen der Energiesicherheit. Er warb für die Erforschung erneuerbarer Energien – hier könnten neue Arbeitsplätze entstehen. In Sachen ÖPNV will er sich für den Erhalt bestehender Bahnlinien einsetzen – in Dorsten sind damit konkret die Verbindungen nach Coesfeld und Dortmund angesprochen - und fordert ein Sozialticket für einkommensschwache Menschen. Außerdem brauche Deutschland gesetzlich garantierte Mindestlöhne – so Michael Gerdes am Ende seiner Rede. Welcher der beiden Kandidaten nun im Wahlkreis Bottrop-Gladbeck-Dorsten für die SPD in Rennen geht, diese Entscheidung fällt Donnerstag auf der Delegiertenkonferenz in Gladbeck. Der Stadtparteitag sprach keine Empfehlung aus.

Anschließend nominierte die SPD Dorsten ihre Kreistags-Kandidaten. Hans-Herbert Romanski soll in der Altstadt, Volker Jenau in Hervest-Dorsten, Hans-Georg Wiemers in Holsterhausen, Altwulfen und in Deuten und Elsbeth Kolloczek in Barkenberg, Lembeck und in Rhade antreten. Auf Listenplatz 1 für Dorsten wählten die Delegierten Hans-Georg Wiemers. Alle Wahlen erfolgten – einstimmig.

Bis zum 29. November müssen die Delegierten nun ihre Armmuskulatur trainieren – denn auf dem nächsten Stadtparteitag wird viel gewählt werden. Zur Abstimmung stehen dann der neue Vorsitzende, der neue Vorstand, eine neue Parteistruktur, die Rats-Kandidaten – und auch der Bürgermeister-Kandidat. Dr. Hans-Udo Schneider verfolgte den Parteitag als Gast. Seine offizielle Nominierung wurde zurückgestellt, weil die Gespräche mit den Grünen bis Samstag noch nicht abgeschlossen waren.

 

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