Dirk Schult, SPD-Sprecher im Umwelt- und Planungsausschuß. In der Zukunft sollen Radfahrer einmal von Haltern bis nach Xanten „auf den Spuren der Römer“ quer durch das nördliche Ruhrgebiet radeln können. Der RVR baut seit Jahren an der Römer Lippe Route, die zwischen Haltern und Wesel weitestgehend mit der alten Bahntrasse identisch ist. Teilstücke sind bereits heute fertig, so auch in Holsterhausen: hier können Radfahrer von der Borkener Straße bis zur Stadtgrenze Schermbeck auf der alten Bahntrasse fahren. Mit dem nächsten Dorstener Teilstück, ca. 1 km lang, soll noch 2013 begonnen werden – von der Borkener Straße geht es dann in Richtung Osten über die alten Güterbanhhofflächen bis zur Bismarckstraße in Höhe der Berufsschule weiter. Allerdings mit einer Änderung: Die beiden einmal angedachten Brücken über die Bismarck- und Borkener Straße entfallen.
Für die Überquerung der Borkener Straße wird eine Bedarfs-Ampel geplant, im Fach-Deutsch Fußgängersignalanlage (FSA) genannt. Bei 20.000 Autos pro Tag ist eine ampellose Querung nicht möglich. Die Kosten für diese Anlage muß die Stadt Dorsten tragen. Größere Veränderungen gibt es im Bereich der Bismarckstraße. Hier soll die heutige Brücke abgebrochen und die Bismarckstraße ca. 4 m angehoben werden. Dadurch wird dann auch das Überflutungsproblem der heutigen Straße gelöst. Die Überquerung der Bismarckstraße geschieht zwar ohne Ampel, eine Mittelinsel wird Radfahrern und Fußgängern aber helfen, gefahrlos über die Straße zu kommen.
Den Verzicht auf die beiden Brücken unterstützte die SPD-Fraktion im Umwelt- und Planungsausschuß. Dazu Sprecher Dirk Schult: „Egal, wie sich nun einzelne Kostenstellen auf Stadt oder RVR verteilen: Am Ende sind es öffentliche Töpfe, also Steuergelder, die verbaut werden. Und selbst bei Kosten, die der RVR übernimmt, ist die Stadt am Ende über die Umlage mittelbar beteiligt. Der Verzicht auf die ursprünglich geplanten Brücken ist die billigere Variante. Wir halten die Brücken nicht für zwingend nötig. Grundsätzlich sind wir von dem Projekt „Römerroute“ überzeugt“.