Michael Baune, Vorsitzender der SPD Hervest-Dorsten. Zur Kritik an Michael Baune, den neuen Vorsitzenden der SPD Hervest-Dorsten, nimmt Baune selber wie folgt Stellung:
Die Dorstener CDU hat öffentlich kritisiert, dass ich mich in meiner Heimatstadt politisch engagiere, da ich doch in meiner Funktion als Betriebsleiter des LWL-Jugendhilfezentrums Marl Auftragnehmer der Stadt sei. Dazu ist folgendes zu sagen:
Es existiert zwischen dem LWL-Jugendhilfezentrum Marl und der Stadt Dorsten eine über Jahre gefestigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Tatsache, dass bestimmte sich aus den Vertragsbeziehungen ergebende Kenntnisse dem Vertrauensschutz unterliegen, stellt für mich eine Selbstverständlichkeit dar.
Von Seiten der Verantwortlichen der Stadt Dorsten gibt es bis zum heutigen Tage daher auch keine einzige Kritik im Hinblick auf mein diesbezügliches Verhalten, geschweige denn bezogen auf die sachgerechte Erfüllung unserer Aufgaben im Stadtteilbüro Hervest. Im Gegenteil, im Rahmen des regelmäßigen fachlichen Austausches wird die Qualität der Arbeit uneingeschränkt positiv bewertet.
An den Haaren herbeigezogen ist die Behauptung, ich sei „beruflich intensiv in die Stadterneuerungsprojekte eingebunden“. Als Betriebsleiter einer Einrichtung mit über 25 Standorten im nördlichen Ruhrgebiet / Münsterland ist es mir beruflich gar nicht möglich, mich über die Trägerfunktion hinaus „intensiv“ mit dem operativen Geschäft eines Stadtteilbüros zu beschäftigen. Dies ist auch nicht erforderlich, da es sich vor Ort um ausgesprochen qualifizierte Fachkräfte handelt, die entgegen anders lautender Behauptungen meine volle fachliche Wertschätzung genießen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie in der täglichen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stellen in der Stadtverwaltung reibungslos und erfolgreich harmonisieren.
Der „Auftraggeber“ des LWL-Jugendhilfezentrums Marl ist nicht die Dorstener CDU, sondern die Stadt Dorsten, da sollte man sauber trennen können. Wenn es also zwischen diesen Partnern auf der Trägerebene Gesprächsbedarfe geben sollte, so ist es gute Praxis, dass dies in vertrauensvoller Weise geschieht, Dies kann ich Herrn Stockhoff zur Beruhigung versichern.
Als Beleg für eine vermeintliche „Vermischung von SPD- und LWL-Tätigkeit“ wird angeführt, die Hervester SPD konterkariere durch die Terminierung einer Veranstaltung zwei Tage vor der Hervest-Konferenz deren Funktion. Der Vorwurf ist absurd, die Terminierungen der über das Jahr verteilten Offenen Vorstandssitzungen erfolgte bereits im Januar 2011, die Terminfestlegung und Einladung zur Hervest-Konferenz wurde durch die Stadt erst drei Monate später vorgenommen. Die entstandene Terminnähe ist also zufällig und unbeabsichtigt, die Absichtsunterstellung entlarvt sich als haltlos. Es gibt nach meinem aktuellen Kenntnisstand nicht einmal nennenswerte thematische Überschneidungen.
Herrn Stockhoff kann ich nur anraten, zukünftig mit unreflektierten Behauptungen in Unkenntnis der Sachlage etwas vorsichtiger zu sein. Der Vorwurf, ich würde in meiner beruflichen Funktion das „Loyalitätsverhältnis zum Auftraggeber“ verletzen, ist eine willkürlich aus der Luft gegriffene und ungehörige Unterstellung.
Die Menschen in Hervest quittieren mit Kopfschütteln derartig durchsichtige parteitaktische Spielchen angesichts der umfangreichen Aufgaben, die im „Projekt Soziale Stadt“ noch vor den Beteiligten liegen.
Ich zumindest werde meine Energie nicht in billigem Polit-Gepolter vergeuden. Ich werde mich als Hervester Bürger in meiner Freizeit auch weiterhin in den anstehenden Sachthemen engagieren, manchmal kritisch hinterfragend, aber immer im Interesse des Stadtteils. So viel bürgerschaftliches Engagement müssen die Vertreter einer „Bürgerpartei“ aushalten, ohne überzogen nervös und unsachlich zu werden.
Mit gegenseitigem Respekt möge man sich begegnen, hat der Bürgermeister auf dem diesjährigen CDU-Neujahrsempfang eingefordert. Dies sei auch Herrn Stockhoff und Herrn Schwane ins Stammbuch geschrieben.