Das europäische Projekt ''Youth in Action – Jugend in Aktion'' ist nunmehr seit mehreren Wochen offiziell gestartet. Nach dem Entwurf von Jusos und dem anschließenden Antrag der SPD-Ratsfraktion zur Einführung eines Kinder- und Jugendparlaments in Dorsten, hatte die Dorstener Verwaltung das europäische Projekt entdeckt und wurde im weiteren Verlauf durch den Jugendhilfeausschuss beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten. Dieser Lösung hatten damals auch die Sozialdemokraten zugestimmt, um die grundsätzliche politische Beteiligung der Dorstener Jugend sicherzustellen, nachdem die CDU-Mehrheitsfraktion eine ablehnende Haltung gegenüber einem Kinder- und Jugendparlament signalisiert hatte.
Nach einer nunmehr mehrmonatigen Phase der Vorbereitung des Projektstarts, die Prozessbegleiter (=Vertreter der Ratsfraktionen) waren u.a. in Newtownabbey zum ersten Austausch und es hat bereits mehrere Treffen mit den von den jeweiligen Schulen entsandten Jugendlichen gegeben, stellen die Dorstener Jusos ein mangelndes Engagement und Interesse bei Bürgermeister Lütkenhorst fest,
Kommunalpolitik
was das genannte Projekt angeht und kritisieren ihn scharf. ,,Herr Lütkenhorst hat sich vor längerer Zeit auch die Jugendarbeit auf seine Fahnen geschrieben, davon ist heute nichts mehr zu merken. Bei mehreren Treffen der politischen Prozessbegleiter sowie dem ersten Treffen zwischen Prozessbegleitern und den Jugendlichen ist er nicht dabei gewesen, vielleicht fehlt ihm die Presse'', kritisiert der neue Dorstener Juso-Vorsitzende Daniel Springmann. Die Jusos, die sich vor geraumer Zeit im Zusammenhang mit ihrer Forderung zur Einführung eines Kinder- und Jugendparlaments in mehreren Städten des Kreises Recklinghausen informiert hatten, verweisen auf die dortigen Handhabungen. ,,Der Gladbecker Bürgermeister Ulrich Roland nimmt regelmäßig an den Sitzungen des örtlichen Jugendrates teil, dies zeigt das Interesse eines Stadtoberhauptes an der Jugend. Wir haben hier in Dorsten mit unserem Projekt soeben einen wichtigen Prozess eingeleitet und ich fordere Herrn Lütkenhorst daher auf, sich regelmäßig an unseren Treffen zu beteiligen und nicht nur seine Mitarbeiter vorzuschicken'', so Julian Fragemann, Prozessbegleiter für die SPD-Fraktion.
Dass die Prozessbegleiter bei der ersten Fahrt der Dorstener Jugendlichen Ende November nicht dabei waren, hält Daniel Springmann für sehr bedenklich. ,,Wenn die Gemeinschaft zwischen Kommunalpolitik und Jugendlichen an einer solch wichtigen Stelle des Prozesses, nämlich der ersten offiziellen Zusammenkunft dreier Partnerstädte in Newtowabbey, nicht durch die Verantwortlichen im Rathaus hergestellt wird, stellt sich mindestens eine Frage: Sind die Prozessbegleiter von der Verwaltungsspitze noch gewollt oder sollen sie nur schmückendes Beiwerk darstellen, welches am Ende nur den Abschlussbericht beschönigen soll?'' so der Jusochef.
Homepage SPD-Stadtverband Dorsten

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