Der rotgrüne Bürgermeisterkandidat Dr. Hans-Udo Schneider, eingerahmt von grün und rot.
Dr. Hans-Udo Schneider tritt als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat der SPD und von Bündnis90/Die Grünen zur Kommunalwahl 2009 in Dorsten an. Nachdem die SPD den Industrie- und Sozialpfarrer bereits am Samstag aufgestellt hatte, sprach sich auch die Mitgliederversammlung der Grünen am Montagabend für Schneider aus.
„Die Wahrhaftigkeit von Hans-Udo Schneider, sein Engagement in der Sozialpolitik und ökologischen Belangen haben überzeugt. Mit ihm haben wir einen Kandidaten, der grün-nachhaltige Inhalte verkörpert“, begründet Susanne Fraund, Ortsverbandsvorsitzende der Grünen, die Entscheidung ihrer Partei. Der neue SPD-Stadtverbandsvorsitzende Hans-Willi Niemeyer will den Schwung des Parteitags für den Kommunalwahlkampf nutzen: „Die Dorstener SPD
ist wieder da. Mit Hans-Udo Schneider steht eine in der Stadt bekannte Persönlichkeit für klare Alternativen zur Politik des Amtsinhabers zur Wahl.“
SPD und Grüne sind sich einig, dass Dorsten eine andere Politik braucht und Hans-Udo Schneider der Garant dafür ist. Dennoch betonen beide Parteienvertreter, dass SPD und Grüne einen eigenständigen Wahlkampf mit jeweils eigenen Akzenten führen werden.
Wie seine andere Politik für Dorsten aussehen wird, verdeutlicht Schneider mit der Forderung nach einem Leitbild für die Stadt. „Ein solches Leitbild gibt es bislang nicht. Die Frage ist: Mit welcher Perspektive soll sich Dorsten wie entwickeln? Dazu mache ich ein Angebot, dass ich mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und umsetzen möchte“, kündigt Hans-Udo Schneider auch einen anderen Politikstil an. Er möchte eine Politik aus einem Guss, die die Themen Soziales, Ökologie und Wirtschaft zusammen denkt, statt sie gegeneinander auszuspielen. Und: Er lädt die Menschen ein, an der Zukunft Dorstens mitzuarbeiten. „Die Bürgerinnen und Bürger wissen, wo vor Ort der Schuh drückt. Ihre Ideen und ihre Kompetenzen brauchen wir für eine gute Entwicklung der Stadt. Suchet der Stadt Bestes – so, wie ich es auf dem SPD-Parteitag gesagt habe“, erinnert Schneider an seine Rede.
Es sind vor allem drei Themenfelder, die für Hans-Udo Schneider in ein Leitbild für Dorsten gehören: Integration, Stadtentwicklung und –planung, Wirtschaft. „Integration heißt für mich, Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, eine Zukunft und einen Platz in unserer Stadt zu geben,“ erläutert der SPD/Grünen-Kandidat. Menschen Wege aus der Armut aufzeigen, Jugendlichen Bildungschancen erschließen, das Zusammenleben der Generationen verbessern seien wichtige Aufgaben der Kommunalpolitik.
Schwere Versäumnisse sieht Schneider auch in der Stadtentwicklung und –planung. „Am Dauerthema Atlantis Freizeitbad kommt man hier ja gar nicht vorbei. Aber was ist darüber hinaus zum Beispiel mit der Entwicklung des einstigen Vorzeigestadtteils Barkenberg? Hier stagniert die Entwicklung seit 20 Jahren, bedroht der wirtschaftliche Niedergang auch das soziale Gefüge. Jahrelang wurde hier nur zugeschaut, bis dann nichts mehr ging“, beklagt Schneider. Und in der Wirtschaftsförderung? Auch hier sieht Schneider Stagnation statt Aufbruch und Ideen. Als Beispiel führt er das Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold an: „Sieben Jahre nach der Zechenschließung verfällt hier die Bausubstanz, sind auch die Gebäude bedroht, die unter Denkmalschutz stehen. Längst ist die anfängliche Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Geländes ins Stocken geraten.“ Wie es besser geht, zeige sich auf dem Gelände der ebenfalls vor rund sieben Jahren geschlossenen Zeche Ewald in Herten. „Dort sind bereits neue Arbeitsplätze entstanden, und es entstehen weitere. Das Gelände wurde nachhaltig aufbereitet, benachbarte Halden für Freizeit und Tourismus erschlossen“, weiß Hans-Udo Schneider. Das Beispiel zeige, wie man Industriebrachen neues Leben geben und in städtische wie regionale Überlegungen und Perspektiven einbinden könne.
„Dorsten kann es besser“, hat Bürgermeisterkandidat Schneider keine Zweifel. Aber: „Wir dürfen uns nicht länger selber von verschiedenen Totschlagargumenten fesseln lassen. Ich weiß um die schwere Finanzlage. Doch statt nur zu verwalten, müssen wir gestalten. Dazu brauchen wir den Mut zum Aufbruch. Dazu brauchen wir Menschen, die mitmachen.“ Hans-Udo Schneider lädt dazu ein, sich auf den Weg zu machen. Er kündigt an, die angesprochen Probleme in Veranstaltungen vor Ort aufzugreifen, Lösungsvorschläge zu machen und gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Kirchen Verbänden und vor allem der mittelständischen Wirtschaft daran zu arbeiten.