Dirk Schult, kulturpolitischer Sprecher der SPD. Ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen beschloß der Kulturausschuß heute das Kulturbudget 2014. Damit bleibt es auch bei der maßvollen Erhöhung der VHS-Kursgebühren ab Februar 2014 – obwohl der Kostendeckungsgrad I über 130 % beträgt. Wie kann das sein? Kämmerer Hubert Große-Ruiken klärte in der Sitzung auf:
„Die sog. Kostendeckungsebene I ist positiv, das heißt die Summe der Kursgebühren ist größer als die Summe der Honorare und Fahrtkosten für die Kursleiter. Wenn man zu den Personalkosten jedoch noch die Sachkosten (z. B. den zweimal im Jahr erscheinenden Katalog mit den Kursen) hinzurechnet, entsteht schon ein kleines Defizit von ca. 20.000 Euro. Wenn zu dieser Bilanz noch die Kosten für das Verwaltungspersonal, Energie, Heizung, Abschreibung für das Gebäude hinzugerechnet werden, rutscht die VHS tief in die roten Zahlen“ – so Große-Ruiken. Ein Goldesel ist die VHS also nicht.
In gleicher Sitzung gab der Ausschuß grünes Licht für die Verwaltung, das Kulturprogramm 2014/ 15 zu planen. 5 Theateraufführungen für Erwachsene, 6 Kleinkunst-Abende, 2 Jazz-Veranstaltungen und Kindertheater sollen auch in der nächsten Saison angeboten werden. Bis auf die Kleinkunst, die ein kleines Plus abwirft, sind alle anderen Veranstaltungen auf Zuschüsse angewiesen. Die Verwaltung hat jedoch Gespür für den Geschmack des Dorstener Publikums – die Abozahlen sind stabil, viele Veranstaltungen sind ausverkauft.