Friedhelm Fragemann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Absurdes Theater“ – mit klaren Worten kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann die angekündigte Ablehnung der Bezirksregierung für den Verbund von der Agatha- und der von-Galen-Schule. Die Begründung: An der Altendorfer Grundschule werden nach der Prognose weniger als 18 Kinder angemeldet. Die SPD hält aber am Schulstandort Altendorf fest.
Im letzten Jahr wurde der Schulentwicklungsplan für die Grundschulen fortgeschrieben. In ihm wurde geregelt, daß sich zwei oder drei Dorstener Grundschulen zu sog. Verbünden zusammenschließen. Das heißt, zwei oder drei Schulen werden verwaltungstechnisch zusammengelegt, sie brauchen dann nur einen gemeinsamen Direktor oder eine Sekretärin. Für die Schüler ändert sich nichts, sie werden am gewohnten Standort unterrichtet, bei Personalausfällen können Lehrer von der anderen Verbundschule die Vertretung übernehmen. Die Unlogik am Verbundsystem: Jede Klasse muß mindestens 18 Schüler haben, um Verbundschule werden zu können. Unterschreitet sie diese Mindestzahl, muß sie selbständig bleiben... Aber genau hier liegt ein großes Problem, schon heute fehlen Direktoren für alle Grundschulen. Genau diesen Mangel sollen Verbundschulen beheben.
Für die SPD ist klar: In jedem Stadtteil muß es mindestens eine Grundschule geben. Kurze Beine, kurze Wege – die kleinsten Schüler dürfen keinen langen Schulweg haben. Außerdem bilden Schulen einen unverzichtbaren Identifikationspunkt in jedem Stadtteil, sind oftmals auch nach der Schule Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche um dort zu spielen.
Klare Forderungen richtet Friedhelm Fragemann an das Land: Die Mindestgröße für Klassen muß abgesenkt werden, außerdem soll sich das Land deutlicher Bemühen, die verwaisten Direktorenstellen endlich zu besetzen.