Friedhelm Fragemann, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Planungssicherheit für die Eltern, aber kein Schnellschuß; unstrittig ist lediglich das Auslaufen von Agatha II (in unmittelbarer Nähe gibt es eine weitere Grundschule) - das ist das Ergebnis der Beratungen der SPD-Fraktion. Diese traf sich am Montag in der Wichernschule und sprach dort mit Eltern und Lehrern der Holsterhausener Grundschulen. „Die Eltern wollen zu Recht wissen, mit welcher Grundschule es in Dorsten im nächsten Jahr weitergeht. Aber schon unmittelbar nach den Schulferien wird die SPD keine Entscheidung treffen“ verweist deren Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann auf viele derzeit offene Fragen (Inklusion, 5./6. Grundschulklasse, Reduktion der Klassengrößen, Wiedereinführung der Schuleinzugsbereiche etc.). „Notfalls müssen wir uns bis Ende des Jahres Zeit nehmen“ – so Fragemann.
Eines ist jedoch für die SPD schon heute unverhandelbar. Dazu Friedhelm Fragemann: „Wir schließen keine Schule, um den städtischen Haushalt zu sanieren. Das bringt erstens überhaupt nichts und ist zweitens das falsche Signal. An Bildung darf nicht gespart werden, sondern es müssen optimale Bildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Und wir schließen auch keine Schule, um Personalprobleme des Landes zu lösen!“. Vielmehr stehen der Elternwille und das Wohl der Kinder im Vordergrund.
Die SPD regt eine Reihe von Stadtteilgesprächen an. Lehrer und Eltern können hier Ideen entwickeln, wie Schulen erhalten werden können. Ein Verbund mit benachbarten Schulen ist eine Möglichkeit, eine andere die gemeinsame Nutzung des Schulgebäudes zu unterschiedlichen Zeiten. Morgens Schule, am Nachmittag z. B. Familienzentrum. Ziel muß sein, die Grundschulen in Dorsten zu erhalten und sie zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt auszubauen.