Galerie Lippe: Investor stellte seine Pläne vor – eine Reihe von Fragen sind noch offen

Stadtentwicklung


Dirk Schult, SPD-Sprecher im Umwelt- und Planungsausschuß.

Neuer Eigentümer, neuer Investor, neuer Name – am Lippetor, der besonderen Innenstadtproblemzone, tut sich endlich etwas. Eigentümer und Investor hkm stellten jetzt seine Pläne für die „Galerie Lippe“ vor. Das alte Einkaufszentrum soll abgerissen werden, dafür an gleicher Stelle die „Galerie Lippe“ entstehen.

Über die vorgestellten Pläne diskutierte der Umwelt- und Planungsausschuß (UPA) in seiner letzten Sitzung des Jahres (14.12.2010). Zweifel, daß am Lippetor eine überdimensionierte „Neue Mitte“ entstehen könnte, zerstreute der Investor hkm. Die neue Galerie Lippe wird sich am bestehenden Einzelhandelsgutachten orientieren. Gelingt hier ein attraktiver Warenmix, dann profitieren die Innenstadt und die Galerie gegenseitig voneinander.

Gleichwohl blieben nach der Präsentation Fragen offen, über die in der UPA-Sitzung diskutiert wurde:
  • Wie gelingt der Zugang auf die Hochstadenbrücke? Die bisherige Planung sieht eine Absenkung des Erdgeschoßeingangs vor (es entfällt die jetzige Anrampung von der Ampel bis zum Center) – dadurch ist der Anschluß an die Hochstadenbrücke nicht mehr im Erdgeschoß möglich; vielmehr gelangen Passanten von der Hochstadenbrücke nur noch ins Obergeschoß und müssen hier eine Rolltreppe ins Erdgeschoß benutzen
  • Was wird aus dem Westwall vor dem Einkaufszentrum? Bleibt die Straße unverändert – oder gibt es eine Mischzone?
  • Wie wird die Fahrradführung um die Galerie Lippe gestaltet? Was ist mit dem Übergang zur Hochstadenbrücke von der B 224, wie breit wird der Fahrradweg an seiner geplant engsten Stelle (ungefähr in Höhe der jetzigen Ampel)?
  • Was wird aus den städtischen Flächen unter dem Westwall?
  • Wie gelingt der Anschluß der Lippestraße an das Kanalufer?
  • Wie wird die Nordseite (die Fassade zum Kanal) gestaltet, geöffnet, damit diese auf Passanten, die beispielsweise aus Holsterhausen über die Hochstadenbrücke kommen, nicht als Barriere wirkt?
Wie es weiter geht… Der Investor benötigt zum Bau lediglich eine Baugenehmigung – die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes ist nicht notwendig. hkm nutzt für seinen Bauantrag das Baurecht, das für das alte Lippetor-Center geschaffen wurde. Das heißt, politische Gremien sind als Entscheidungsträger nicht beteiligt. Gleichwohl bleibt Verhandlungsspielraum – der Investor benötigt für die Baugenehmigung einige Befreiungen vom vorhandenen Bebauungsplan. Hier forderte der UPA die Stadtverwaltung einvernehmlich auf, diesen Spielraum zu nutzen. In der UPA-Sitzung regte SPD-Ausschußsprecher Dirk Schult eine weitere Sitzung der Ratskommission Stadtentwicklung an. In dieser soll eine Liste mit Änderungsansprüchen gefunden werden, auf deren Grundlage die Stadtverwaltung dann mit dem Investor verhandeln soll.
 

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