Michael Baune, Vorsitzender der SPD Hervest-Dorsten. Als ernstzunehmenden Angriff auf die politische Kultur in Dorsten wertete Michael Baune, SPD-Vorsitzender in Hervest, die neuerlichen Attacken des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stockhoff gegen eine Vorstandssitzung eines SPD-Ortsvereins. „Leider ist die jetzige Torpedierung der Rhader Genossen, die in ihrer Sitzung am 12.05 über den Sachstand der Rahmenplanung Rhade informierten, kein Einzelfall. Bereits Anfang April versuchte Herr Stockhoff mit allen Mitteln, eine Sitzung des Ortsvereins Hervest zum Thema Zechengelände zu verhindern.“
Es wird ein bedenkliches Demokratieverständnis bei einigen Unionisten erkennbar, wenn Herr Stochoff glaubt, in unserer Stadt bestimmen zu dürfen, worüber Bürger informiert werden und sich ihre Gedanken machen dürfen.
„Ich habe es zunächst nicht überbewertet, als einige CDU-Hobbyfotografen bei unserem Angebotsatlas Hervest derart aufgescheucht und unsachlich reagierten. Nach den jetzigen Angriffen gegen die Rhader Genossen kann ich nicht mehr ausschließen, dass da System hinter steckt“, so Baune weiter.
Scheinbar hat die Dorstener CDU eine gehörige Angst vor öffentlicher Diskussion und dem Urteilsvermögen des Bürgers in Fragen, die ihn direkt betreffen.
Es ist absolut nicht hinnehmbar, wie Teile der hiesigen CDU die Chance der Bürger auf Information und ungehinderten Meinungsaustausch zu behindern versuchen. Ob in Rhade, Hervest, oder jedem anderen Ortsteil, die Dorstener SPD wird sich garantiert keinen Maulkorb verpassen lassen und mit ihren Veranstaltungen auch weiterhin einen Beitrag dazu leisten, dass Entscheidungsprozesse für den Bürger transparent bleiben.
„Dabei reden wir hier ja „nur“ über eine aus meiner Sicht eigentlich selbstverständliche Bürgerinformation. Der von der CDU zuletzt fast schon inflationär bei allen erdenklichen Themen ins Spiel gebrachte Begriff Bürgerbeteiligung ist doch eine „Mogelpackung“, denn echte Beteiligung würde garantierte Mitentscheidungsrechte zusichern, davon sind wir meilenweit entfernt“, stellt Baune klar.
Ob jedoch mit der Dorstener CDU diese Qualität von Mitsprache je erreicht werden kann und damit Bürgerwille wirklich ernst genommen wird, bleibt vor dem Hintergrund der aktuell zutage tretenden inneren Haltung ihres Stadtverbandsvorsitzenden äußerst fraglich.