Hans-Herbert Romanski, sachkundiger Bürger im Umwelt- und Planungsausschuß. Auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Manchmal brauchen gute Ideen einfach ihre Zeit zum Reifen. Eine solch gute Idee stellte Verkehrsplaner Dietmar Koch von der Stadt Dorsten am Dienstag im Umwelt- und Planungsausschuß (UPA) vor. Es wird eine Querungshilfe am Seniorenzentrum Westwall geben! Der ursprünglich vom Seniorenbeirat favorisierte Zebrastreifen läßt sich nicht errichten, aber durch eine Reihe von Maßnahmen wird die Geschwindigkeit am Fußgängerüberweg deutlich gesenkt.
Und täglich grüßt das Murmeltier – seit Oktober beschäftigte sich der UPA mit der Forderung des Seniorenbeirates, im Bereich der schon vorhandenen Aufpflasterung am „Westwall“ einen Zebrastreifen zu errichten. Hier queren meist ältere Menschen, eben die Bewohner des Seniorenzentrums, die Straße.
Verkehrszählungen der Stadt ergaben zwar, daß die Verkehrsdichte nicht hoch genug ist für einen Zebrastreifen, das subjektive Sicherheitsempfinden der älteren Fußgänger ist dennoch gestört. Gegen einen Zebrastreifen sprachen weitere rechtliche Gründe – der Zebrastreifen hätte hinter der Linkskurve gelegen. Wenn ein Autofahrer von der Gahlener Straße in den Westwall einbiegt, kann er den Zebrastreifen nicht erkennen.
Die SPD hatte ebenso wie die übrigen Fraktionen das Anliegen des Seniorenbeirats jedoch immer wieder vehement unterstützt – und am Ende hatte Dietmar Koch dann eine wirklich gute Idee:
Die Fahrspur „Westwall“ wird künstlich verjüngt, u. a. wird am linken Fahrbahnrand eine Fahrradspur markiert. Durch die Verjüngung der Fahrspur ändert sich der Radius der Linkskurve und senkt die Geschwindigkeit. Zusätzlich wird die vorhandene Aufpflasterung durch sog. „Haifischzähne“ markiert. Kosten dieser Maßnahme: rund 500 Euro (statt 5000 Euro für einen Zebrastreifen). Der Seniorenbeirat hat sich bereits mit diesen Plänen beschäftigt und grünes Licht erteilt.