Cordula Syed, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Die Hauptschule hat keine Zukunft – was Bildungsexperten seit Jahren verkünden, bestätigten Dorstens Eltern nun eindrucksvoll. Nach der Abschaffung der verbindlichen Empfehlung der Grundschulen für die weiterführende Schule hatten Dorstens Eltern zum ersten Mal wieder die „freie Wahl“, wie es mit ihren Kindern nach der Klasse 4 weiter gehen soll. Und die Abstimmung fiel eindeutig aus – an den drei Dorstener Hauptschulen gab es nur 65 Anmeldungen!
Die 65 Anmeldungen verteilen sich wie folgt: 13 Kinder an der Laurentius-Schule (Lembeck), 21 Kinder an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Holsterhausen) und 31 Kinder an der Geschwister Scholl-Schule (Hardt). Laut Schulentwicklungsplan hätte es 139 Anmeldungen für die 3 Dorstener Hauptschulen geben sollen. Die Eltern haben anders abgestimmt…
Was ist zu tun? Die Ratsmehrheit muß endlich den Elternwillen beachten! Die Gesamtschulen in Barkenberg und Schermbeck erfreuen sich bei Eltern und Kindern größter Beliebtheit, seit Jahren werden mehr Kinder angemeldet als dort Platz haben. Die Folge: Kinder müssen abgewiesen werden. Damit muß endlich Schluß sein. Welche Schulen wollen die Eltern für ihre Kinder? Der Elternwille muß nun schnellstmöglich abgefragt werden! Und das Votum dann auch ernst genommen werden – frei aller ideologischen Barrieren. Eines ist jedoch heute schon klar: Für 3 Hauptschulen in Dorsten gibt es weder den Elternwillen noch die notwendigen Schülerzahlen!