Ob es an der abgelaufenen Sommerpause oder dem elektrisierenden Thema lag, konnte Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender Rhader SPD am Ende der bestbesuchten Mitgliederversammlung der letzten Zeit auch nicht sagen.
Mit Rainer Walter, SPD-Holsterhausen hatte man den Sprecher des Arbeitskreises Energie/Stadtwerke zu Gast.
Kompetent, sachkundig und bis in die Haarspitzen engagiert präsentierte er erforderliches Grundwissen, ohne das eine Entscheidung Pro oder Contra Stadtwerke Dorsten nicht denkbar ist.
Ortsverein
„Wer glaubt, dass die jetzt in Berlin beschlossene Verlängerung der Atommeiler kein kommunalpolitisches Thema ist, hat die Zusammenhänge von Zwischenlagerung des Atommülls (Ahaus) bis Betreibung oder Gründung von Stadtwerken nicht verstanden“, so Rainer Walter, der das Monopol der 4 Großen scharf kritisierte. „Besonders verwerflich ist, dass es die Energiekonzerne durch Lobbyismus und Beteiligungsgesellschaften geschafft haben, sich selbst zu kontrollieren und entscheidenden politischen Einfluss, auch am Parlament vorbei, zu nehmen.
Das vorliegende, von der Stadt Dorsten in Auftrag gegebene Gutachten, das als Entscheidungshilfe der Verwaltung und des Rates dienen soll, kennen bis heute nur wenige. Eine Forderung der Versammlungsteilnehmer lautete dann auch, es öffentlich zu machen.
„Wie sollen wir denn unvoreingenommen diskutieren, wenn uns wesentliche Informationen vorenthalten werden?“
Es wurden aber auch Bedenken gegen eine schnelle politische Entscheidung, hin zu eigenen Stadtwerken, geäußert.
Hans-Willi Niemeyer dazu:
“Die Dorstener SPD hat immer gesagt, dass sie erst alle Informationen prüfen werde. Am Ende des Meinungsbildungsprozesses, und wir stehen heute erst am Anfang, folgt dann eine Entscheidung. So oder so“.
Rainer Walter ergänzt, dass der Dorstener Energiearbeitskreis inzwischen Kontakte zu allen kreisangehörigen Städten aufgenommen habe. „Überall steht das Thema >Eigene Stadtwerke oder Kooperation mit bestehenden (Herten und Haltern)> ganz oben auf der Tagesordnung.“
Und mit einem Mythos räumte er auch gleich auf: „Das Stromnetz muss man nicht kaufen, um im eigenen Namen Energie anzubieten und zu vertreiben.“
Fazit: Eine spannende, energiegeladene Veranstaltung der Rhader Sozialdemokraten, die damit den Nerv der vielen Interessenten getroffen hat.
Homepage SPD-Stadtverband Dorsten

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