Kaum zu glauben, aber wahr. Fast unbemerkt hat die Regierungskoalition in Berlin die so genannte Stromnetzentgeltverordnung zu Lasten der Privathaushalte und Kleinverbraucher geändert.
Mehrere hundert Großverbraucher (Industrie) werden von der Umlage befreit. Das heißt, dass diese Kosten auf die Verbleibenden verteilt werden. Also in erster Linie auf uns.
Es geht dabei um die „lächerliche Summe“ von 1,1 Milliarden Euro/Jahr, die unsere durchschnittliche Stromrechnung um weitere 26 Euro im Jahr steigen lässt. Die Verteuerung der eigentlichen Stromkosten ist hierbei nicht berücksichtigt.
Der Bundesverband der Verbraucherschützer, VZBV, ist ungewöhnlich deutlich.
Bundespolitik
„Eine einmalige Schweinerei, die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen“.
Und weiter:“ Die schwarz/gelbe Regierungskoalition mache Energiepolitik nach einem zynischen Kalkül. Das Motto lautet: Ihr Bürger wolltet die Energiewende, also sollt ihr sie auch alleine bezahlen“.
Darüber hinaus werden auch die Kraftwerksbetreiber ab 2013 von der Ökoumlage, die die Energiewende mit finanzieren soll, völlig befreit. So bekommen die großen Versorger „heimlich“ zurück, was sie durch die Änderung der Atompolitik verlieren.
Gerecht sieht anders aus.
Eine unrühmliche Rolle in diesem Trauerspiel für den Normalbürger, spielen FDP-Rösler und FDP-Brüderle. Sie nutzen schamlos ihre Machtpositionen aus, um ihre Klientel zu bedienen. Und der Umweltminister Röttgen scheint immer mehr zu einem zahnlosen Tiger zu werden.
Und das Parlament (Bundestag) als Kontrollorgan?
Wir berichten weiter.
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