Jan Kolloczek, SPD-Ratsherr aus Barkenberg. 50.000 Menschen sollten einmal in Barkenberg leben, in besten Zeiten waren es keine 20.000. Seitdem schrumpft der Stadtteil, der demographische Wandel macht auch vor der einstigen Modell-Stadt nicht halt. Politik und Eigentümer haben darauf bereits reagiert. Im Rahmen des Projektes „Stadtumbau West“ wurden 8-geschossige Häuser auf 4 Geschosse reduziert oder gleich ganz abgerissen, abgebrochen sind einstige Modell-Bauten wie die Meta-Stadt oder auch die Blaue Schule. Der Wittenberger Damm ist in Teilen von 4 auf 2 Fahrspuren zurückgebaut worden – nun faßte der Umwelt- und Planungsausschuß den Aufstellungs-Beschluß, den Bebauungsplan Dorsten-Wulfen Nr. 23 „Stadtkern Ostabschnitt“ in Teilen aufzuheben.
Der Beschluß bezieht sich auf die Fläche südlich des Wulfener Marktes, wo aktuell ein Zirkus campiert. Der Bebauungsplan sieht dort ein Kerngebiet vor. Planerisches Ziel war es zum einen, dort eine Mischung aus sozialen Einrichtungen, Einzelhandel und Wohnungen entstehen zu lassen, zum anderen sollten Alt-Wulfen und Barkenberg an dieser Stelle zu einem Stadtteil verschmelzen.
„Es gibt an dieser Stelle genug Handels-Flächen zur Versorgung von Barkenberg“ unterstützt Barkenbergs Ratsherr Jan Kolloczek die geplante Teil-Aufhebung des Bebauungsplanes. Ähnlich argumentiert auch die Verwaltung in ihrer Vorlage. Einstimmig beschloß der UPA daher die Einleitung des Aufhebungs-Verfahrens. Und um das planerische Ziel nicht zu gefährden, wurde anschließend auch eine Veränderungssperre beschlossen.
Wenn das Verfahren abgeschlossen ist, gilt das Gebiet als Außenbereich und ist nach § 35 BauGB zu beurteilen. Damit sind einer zukünftigen Bebauung ganz enge Grenzen gesetzt.