Aufgabe des Kreiswehrersatzamtes ist ein schwerer Verlust

Bundespolitik


Frank Schwabe, Vorsitzender des SPD Kreisverbands Recklinghausen.

Betroffen haben die SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe und Michael Groß die Nachricht über die geplante Schließung des Kreiswehrersatzamtes in Recklinghausen aufgenommen. Mehrfach hatten sich beide MdBs, gemeinsam mit weiteren SPD-Abgeordneten und Mandatsträgern aus dem Kreis Recklinghausen, für den Erhalt der Behörde eingesetzt.

Nach den Plänen der Bundesregierung werden künftig alle Kreiswehrersatzämter in ganz Deutschland aufgegeben. Stattdessen übernimmt das Zentrum für Nachwuchsgewinnung West in Düsseldorf, als eines von 16 Standorten bundesweit und einziges in NRW, die Personalrekrutierung. Eine Außenstelle mit etwa sechs Beschäftigten soll in Recklinghausen verbleiben und künftig über den „Arbeitgeber Bundeswehr“ beraten und informieren.

„Die Standortentscheidung ist für uns nicht nachvollziehbar“, so die erste Reaktion von Michael Groß und Frank Schwabe, „denn aufgrund der optimalen Lage, der guten Gebäudesubstanz des Amtes und der erfolgreich arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte es Sinn gemacht, das Kreiswehrersatzamt Recklinghausen in ein Karrierecenter zu überführen, um die Personalrekrutierung für das Ballungszentrum Ruhrgebiet von hier aus zu starten.“ Kein Verständnis haben die SPD-MdBs auch dafür, dass die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so lange von der Bundesregierung im Unklaren gelassen wurden.

„Wir erwarten jetzt vom Bund, dass die Umsetzung der Beschäftigten auf andere Dienststellen möglichst wohnortnah erfolgt. Besondere persönliche Härtefälle müssen auf jeden Fall berücksichtigt werden“, so Schwabe und Groß. Da die Aufgabe des Amtes einen weiteren Verlust für die strukturschwache Emscher-Lippe-Region bedeutet, fordern Groß und Schwabe außerdem, dass sich der Bund bei der Frage der künftigen Gebäudenutzung kooperativ zeigt. „Sollte die Immobilie künftig nur noch zu einem kleinen Teil genutzt werden, so macht es Sinn, dass der Bund in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen über Nachfolgenutzungen spricht und eine gemeinsame Lösung sucht“, so Schwabe.

 

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