
Bestürzende Nachrichten aus Japan – erst das fürchterliche Erdbeben, dann der verheerende Tsunami – gegen Naturgewalten ist kaum ein Schutz möglich. Und jetzt droht Japan auch noch eine atomare Katastrophe! Ein Reaktorblock des Atomkraftwerkes Fukushima explodierte gestern – heute droht einem weiteren Reaktorblock das gleiche Schicksal. Der Betreiber mauert und desinformiert: Gab es eine Kernschmelze? Klare Antworten bislang: Fehlanzeige. Millionen Menschen auf der Welt sind verunsichert und fürchten das Schlimmste.
1979 schrammten die USA in Harrisburg (Three Mile Island) nur knapp an einer atomaren Katastrophe vorbei. 1986 explodierte das Atomkraftwerk in Tschernobyl und setzte gigantische Menge Radioaktivität frei. Experten der heimischen AKW-Betreiber wurden in den Folgejahren nicht müde zu behaupten, so ein Unglück sei in den deutschen Atomkraftwerken nicht möglich. Ihre Technik sei besser. Atomkraftgegner sind sich jedoch einig: Atomkraft ist keine beherrschbare Technik, ein Unfall, der GAU, ist jederzeit möglich.
Traurige Bestätigung gibt es nun aus Japan. Das Land ist eine führende Ingenieurnation – aber auch sie kann das atomare Feuer nicht bändigen. Kommt es zu einer Katastrophe, dann ist auch ein Hightec-Land wie Japan hilflos.
Und Deutschland? Unser Land ist kein Erdbebenland wie Japan, ja. Aber macht das unsere Atomkraftwerke sicher? Alle bislang bekannt gewordenen Unfälle in Atomkraftwerken lehren: Es gibt gerade KEINE Sicherheit. Die einzige Konsequenz kann daher nur lauten: Atomkraftwerke abschalten – und zwar sofort! Strom aus Atom ist nicht zu beherrschen, ist nicht zu verantworten!

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