Einkaufszentrum will Kinderparadies werden

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Eine kritische Anmerkung zum neuesten Sonderangebot aus Recklinghausen

Eine halbseitige Anzeige in der gestrigen Tageszeitung zeigt versteckt, aber überdeutlich, dass es den klassischen Einkaufcentern dreckig geht. Nein, es sind (noch) nicht die Dorstener Mercaden, sondern das Recklinhäuser Shoppingcenter Palais Vest, das sein Herz für Kinder gefunden haben will.

An allen 10 vor uns liegenden Monaten bis zum Jahresende wird dort an jeweils einem Tag von 12 bis 18 Uhr für Kinder ein Mitmach-Spielparadies eingerichtet. Dass damit Kunden angelockt werden sollen, versteht sich von selbst. Und zwar Kunden, die losgelöst von ihren eventuell quengelnden Kindern mal richtig locker einkaufen sollen.

Die Werbeabteilung, heute Centermanagement genannt, kommt auf immer neue Ideen, um den fatalen Negativtrend umzukehren. Nämlich, dass kontinuierlich weniger Käufer den Weg in die Geschäfte finden, weil über das Internet einfacher und schneller bestellt wird und werden kann. Den Zuwachsraten dort stehen auf der anderen Seite die Negativzahlen der klassischen Konsumtempel gegenüber.

Ob die „versteckte“ Werbung mit dem attraktiven Kinderbetreuungsangebot erfolgreich sein wird, werden wir im Laufe des Jahres erfahren. Erfolgreich heißt kurz und knapp "mehr Umsatz". Ob ein Einkaufzentrum der richtige Ort für ein Kinder-Spielparadies ist, darf kritisch hinterfragt werden.

Sonntagsgedanken von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade

 

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