Die Fraktion „Die Linke“ im Stadtrat ist Geschichte. Im Sommer traten die bisherigen Linken-Ratsfrauen Reinhild Reska und Irene Dreischhoff aus der Partei aus und lösten die gleichnamige Fraktion auf. Das ungeklärte Verhältnis zum DDR-Unrechtsstaat nannten sie u. a. als Gründe für ihre spektakuläre Entscheidung. Blickt man auf ganz NRW, sind solche Entscheidungen jedoch keine Ausnahme. In vielen Stadträten gab es Austritte aus den Linken-Fraktionen. In Dorsten trennte sich unmittelbar nach der Kommunalwahl, noch vor der ersten Ratssitzung, Walter Göke von den Linken; er sitzt seitdem als Einzelabgeordneter im Stadtrat. Reinhild Reska und Irene Dreischhoff behalten ihr Rats-Mandat und gründeten die neue „Soziale Fraktion“.
In der jüngsten Ratssitzung wurden auf Antrag der Sozialen Fraktion drei Ausschüsse aufgelöst und neu gewählt. Im Sport-, Bau- und Wirtschaftsausschuß saßen nach der Wahl zu Beginn dieser Ratsperiode jeweils ein sachkundiger Bürger der Linken. Nach der Auflösung der alten Fraktion wollte die neue Fraktion diese Sitze mit eigenen Leuten besetzen. Die neue Ausschußbesetzung wurde im Rat einstimmig beschlossen.
Die Linke ist damit nur noch in einigen Ausschüssen mit beratenden Mitgliedern vertreten, die nicht stimmberechtigt sind.

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