Wolfgang Röken, Dorstens Landtagsabgeordneter. Schulische Situation in NRW weiter besorgniserregend - Fachleute bescheinigen der schwarz-gelben Schulpolitik Stillstand statt Fortschritt. So beginnt Dorstens Landtagsabgeordneter Wolfgang Röken (Foto) seine Kritik an der Bildungspolitik der Landesregierung.
"Die schulische Situation in Nordrhein-Westfalen bleibt weiter besorgniserregend. Fachleute bescheinigen der schwarz-gelben Schulpolitik Stillstand statt Fortschritt. Die CDU/FDP-Schulpolitik gehört ins Museum", so Wolfgang Röken.
Es gehe bei dieser Feststellung nicht nur um Unterrichtsausfall und Lehrermangel, den die Landesregierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers weiterhin öffentlich leugne bzw. schön rechne. Vor allem das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem in Nordrhein-Westfalen stoße bei immer mehr Fachleuten auf Kopfschütteln. Selbst in der eigenen Partei, nämlich der CDU, werde massive Kritik geübt. So habe der erste Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust, das Festhalten an diesem System als "ständisches Denken" aus der Vergangenheit bezeichnet (Süddeutsche Zeitung vom 07.01.2010).
Selbst die Kritik der Kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen zeige keine Wirkung. "CDU und FDP sind ideologisch verbohrt und schaden damit der erfolgreichen Zukunftsentwicklung unserer Landes und seiner jungen Menschen", so Wolfgang Röken.
Es sei heute unbestreitbar, dass die Trennung von Schülerinnen und Schülern nach der 4. Klasse in Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten der Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungssystem entgegen stehe. Es gelte vielmehr, die Durchlässigkeit des Schulsystems erheblich zu erhöhen, die Klassen zu verkleinern und die individuelle Förderung zu verstärken.
"Ein Festhalten am Status Quo in NRW bedeutet Stillstand und Rückschritt im nationalen und internationalen Vergleich", so Wolfgang Röken. Das bestätige auch die jüngste Bertelsmann-Studie zum Thema Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen.
Die SPD-Landtagsfraktion werde daher auch weiterhin für ihre moderne Schulbildung werben. Nur die Beste Bildung für alle kann unser Land voranbringen.