Die Nerven liegen blank bei der Regierungskoalition, der Ton wird härter. „Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen“ – das dachte sich Kanzleramtsminister Pofalla nicht nur. Nein, er brüllte es auch. Zu Parteifreund Bosbach – der hatte sich beharrlich geweigert, dem Euro-Rettungsschirm zuzustimmen. Die eigene Mehrheit bei der Abstimmung am vergangenen Donnerstag schien in Gefahr, da besann sich der ehemalige Generalsekretär auf alte Tugenden. In seinem alten Amt war er ja der Mann für´s Grobe, der schon einmal qua Amt auf den politischen Gegner eindreschen durfte.
Einmal die politische Freund-Feind-Erkennung ausgeschaltet, ging es dann weiter. Aus dem Propheten Pofalla wurde jetzt der Prolet Pofalla. Oder Prollfalla. So berichten es Medien: „Du machst mit Deiner Scheiße alle Leute verrückt“ und „Laß mich mit so einer Scheiße in Ruhe“.
Planmäßig sind es noch 2 Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl. 2 Jahre und eine Menge politischer Zankstoff – mal abwarten, welche Hemmungen da noch abgelegt werden... Die schwarzgelbe Koalition beschäftigt sich einmal mehr mit sich selbst.

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