Bildungseinrichtungen gehören zu wichtigen Standortfaktoren einer Stadt
Eine Stadt lebt von qualifizierten Arbeitsplätzen vor Ort und Unternehmen, die diese anbieten. Dass der gravierende Strukturwandel im Revier auch an Dorsten nicht spurlos vorübergegangen ist, gehört zum Allgemeinwissen der Lippestädter. Wirtschaftsförderung, sprich das Werben um Neuansiedlung von Unternehmen, muss also ganz oben auf dem Pflichtenheft der Verwaltung stehen. Entscheidend sind die Standortfaktoren einer Kommune.
Neben dem Flächenangebot und attraktiver Verkehrsanbindungen gehören gute Bildungseinrichtungen gleichwertig dazu. Ob die Stadt Dorsten hier bestens aufgestellt ist, sollte ohne ideologische, parteipolitische Scheuklappen selbstkritisch geprüft werden.
Die Schullandschaft (Sekundarstufen I und II) sieht aus wie ein bunter Flickenteppich. Vier städtische Schultypen (Haupt-, Realschule, Sekundarschule, Gesamtschule) konkurrieren „gegeneinander“ um Schüler. Hinzu kommen die Schulen in privater Trägerschaft mit Realschule, Gymnasium und Montessorischule. Jetzt müssen die Schülerinnen und Schüler der vierten Grundschulklassen, sowie deren Eltern entscheiden.
Die Abstimmung mit den Füßen läuft. Wenn Dorsten den Standortfaktur Bildung bzw. Weiterbildung verbessern will, müssen alle an einen runden Tisch. Wie gesagt, ohne ideologische, parteipolitische Scheuklappen.
Kommentar von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
Gesellschaft Wir gedenken heute der Geschwister Scholl
Widerstand gegen Unrecht und Einsatz für Freiheit ist demokratische Pflicht
Heute vor 75 Jahren wurden zwei junge Menschen, das Geschwisterpaar Sophie und Hans Scholl, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ihr sogenanntes „Verbrechen“ bestand darin, dass sie Flugblätter verfasst und verteilt haben, deren Inhalt sich gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime richtete. Der Richter am Volksgerichtshof Roland Freisler, auch Blutrichter genannt, hat das Urteil gefällt.
Wir gedenken heute nicht nur, sondern versprechen, den Mut und die Zivilcourage der Geschwister Scholl als Vorbild zu nehmen, um energisch unsere Demokratie zu verteidigen. Ausgrenzung und Hass gegenüber Andersdenkenden, anders Aussehenden, anders Glaubenden, dürfen bei uns keinen Platz haben. Wer jetzt zwischen den Zeilen liest, dass damit auch die rechte AfD gemeint ist, liest richtig!
Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 22.02.2018

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