Nicht vergessen: Deutschland war auch schon Empfängerland
Seit Jahren erleben wir, dass nach kriegerischen Konflikten oder humanitären Katastrophen, sogenannte Geberkonferenzen am Sitz der UN oder der EU einberufen werden. So wie jetzt gerade wieder in New York. Diesmal stand Syrien über der humanitären „Spendenliste“. Statt der erwarteten 6 Milliarden Dollar, sollen es nur knapp 4 Milliarden gewesen sein, die die internationale Gemeinschaft zur Linderung der Not bereitstellen will. Deutschland ist immerhin mit 1 Milliarde als größtes Geberland dabei! Kommt das Geld da an, wo es dringend gebraucht wird? Tatsächlich klagen nämlich nicht wenige sogenannte Empfängerländer, dass es bei den Absichtserklärungen geblieben ist. Blicken wir aber noch einmal nach Syrien. Bei der genannten Geberkonferenz ging es nicht um den Wiederaufbau des Landes, sondern um die Linderung der Not vor Ort. Eine Zahl, die zum Nachdenken anregt: Um einen Bedürftigen vor Ort zu unterstützen, müssen ca. 50 Cent/Tag „in die Hand“ genommen werden. Wird aus dem Bedürftigen vor Ort ein Flüchtling in Deutschland, sind es 50 Euro/Tag. So die Aussagen der UN- Welternährungsbehörde.
Bevor wir selbstgerecht hinterfragen ob das alles Sinn macht, sollten wir uns daran erinnern, dass Deutschland nach 1945 ebenfalls „Teilnehmer“ einer Geberkonferenz war. Als Empfänger!
Eine Anmerkung von Dirk Hartwich, SPD-Ortsverein Rhade
MdB und MdL Michael Gerdes: Informationen aus Berlin
Michael Gerdes, Bundestagsabgeordneter für Dorsten, Gladbeck und Bottrop schreibt aus Berlin
Lieber Leserin, lieber Leser,
beim Bundesparteitag der SPD in Wiesbaden wurde Andrea Nahles zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit steht zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau an der Spitze der deutschen Sozialdemokratie.
Dass das Wahlergebnis weniger deutlich ausgefallen ist als sie es sich erhofft hatte, wertet Andrea Nahles als Auftrag an sich und an die Partei. Es gehe jetzt darum, Unzufriedenheit aufzunehmen, zu klären und nach vorne zu wenden – dem kann ich nur zustimmen.
Als Bundesarbeitsministerin hat Andrea Nahles bewiesen, dass es ihr gelingt, gute Gesetze auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Zukunft zu gestalten, Konzepte für die Arbeitswelt von morgen zu entwickeln. Ich bin davon überzeugt, dass sie auch den jetzt anstehenden Erneuerungsprozess mit aller Kraft vorantreiben wird. In ihrer Rede auf dem Bundesparteitag hat Andrea Nahles deutlich gemacht, worum es jetzt geht: „Man kann eine Partei in der Regierung erneuern, diesen Beweis will ich ab morgen antreten.“
Hinweisen möchte ich zudem auf eine Veranstaltung: Am 9. Mai laden die SPD Bottrop und ich gemeinsam in das Bürgerhaus Batenbrock ein, um mit allen Interessierten über das Thema „starke Kommunen“ zu diskutieren. Als Referent ist Bernhard Daldrup, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, eingeladen. Ich würde mich freuen, Sie/Euch dort zu sehen.
Herzliche Grüße und Glückauf!
Ihr/Euer Michael Gerdes
Veröffentlicht von SPD-Stadtverband Dorsten am 27.04.2018

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