Dirk Schult, SPD-Sprecher im Umwelt- und Planungsausschuß. Auf eine Kompromisslösung einigte sich der Umwelt- und Planungsausschuß in seiner gestrigen Sitzung. Die SPD hatte einen Antrag gestellt, die Stadt Dorsten solle mit der Bezirksregierung Münster Maßnahmen entwickeln, um die Verkehrssicherheit auf dem Dorstener Streckenabschnitt der A31 zu erhöhen. Der Vorschlag der SPD, das schon einmal geltende Tempolimit auf der A31 wieder einzuführen, scheiterte jedoch an der schwarzgelben Mehrheit. Der nun gefundene Kompromiß: Ohne Fixierung auf ein Tempolimit sollen nun die Stadt Dorsten und die Bezirksregierung geeignete Lösungen erarbeiten.
Und wieder auf der Tagesordnung: Die Planungen für das Zechengelände.
Im Frühjahr hatte der Umwelt- und Planungsausschuß der Verwaltung einen umfangreichen Prüfungsauftrag gegeben. Dieser Prüfungskatalog wurde auf Anregung der SPD um den Zusatz erweitert, bei der Prüfung und den Verhandlungen mit dem Investor Tedo auch die Belange der Geschäfte im Harsewinkel zu berücksichtigen. Durch die Konzentration der geplanten Geschäfte (Vollsortimenter, Discounter, Fachmärkte) sah die SPD die Zukunft der vorhandenen Einzelhändler im Harsewinkel akut gefährdet. Zu einer ähnlichen Einschätzung kamen anschließend bei ihrer Prüfung auch die IHK und die Regionalplanung.
Nun legt der Investor eine geänderte Planung vor. Der Supermarkt bleibt im Osten des Plangebietes an der alten Stelle, der Disounter und die Fachmärkte wandern aber wieder in den Westen und damit in die Verlängerung des Harsewinkels. Dieser Planungsstand erinnert an die ursprüngliche Planung, der sog. „Knochenlösung“. Der Gutachter hat dieses Konzept geprüft, in einer ersten Reaktion bietet dieses Konzept eine Überlebenschance für die Läden im Harsewinkel. Unter bestimmten Voraussetzungen – eine davon ist, daß sich der Investor zu einem Flächenmanagement verpflichtet, sich also auch um die Belange der vorhandenen Läden kümmern soll.
Und eine weitere Voraussetzung: Die neuen Märkte müssen über die Halterner Straße mit dem Harsewinkel verbunden werden. Die Halterner Straße darf keine gefühlte Grenze zwischen den neuen und alten Geschäften sein. Nun ist der Investor am Zug, diese Voraussetzungen zu erfüllen.