Streik am Flughafen: Sicherheit kostet mehr als eine Kinokarte

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Dirk Schult, SPD-Ratsherr aus Holsterhausen.

Geht der Flieger – oder geht er nicht? Diese Frage stellen sich dieser Tage zahlreiche Flugpassagiere. Der Hintergrund: Die Beschäftigten privater Sicherheitsfirmen streiken. Sie fordern mehr Lohn – teilweise bis zu 30 % mehr. Klingt viel, erscheint auf den ersten Blick sogar unverschämt. Aber nur auf dem ersten Blick!

Wer streikt? Die Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen, die z. B. das Gepäck auf verbotene Gegenstände röntgen oder Fluggäste nach Waffen abtasten. Eine Tätigkeit höchster Wichtigkeit für die Sicherheit aller Fluggäste. Passagiere müssen sich darauf verlassen können, dass keine Bomben oder Waffen an Bord geschmuggelt werden. Preisfrage: Und was verdient so ein Mitarbeiter, auf den wir uns alle verlassen, um auch sicher anzukommen? Tariflich beginnt die Entlohnung bei – etwas mehr als 8 Euro.

8 Euro und ein paar Cent – dafür gibt es gerade mal eine Kinokarte. Darf unsere Sicherheit nicht mehr kosten? Oder ist es wirklich unverschämt, wenn diejenigen, die für unsere Sicherheit sorgen, mehr verdienen wollen als einen Armutslohn? Alle Passagiere verlassen sich auf die Sicherheitskräfte. Aber dürfen die sich auch darauf verlassen, für ihren Job anständig bezahlt zu werden?

 

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