Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender. Dorstens Kassen sind leer - daran ändert auch der bislang erfolgreiche Haushaltssanierungsplan nichts. Nach wie vor muß jeder Euro zweimal umgedreht werden. Auf der Suche nach neuen Einnahmemöglichkeiten blickt die SPD nach Hagen. Die Großstadt am Rande des Sauerlandes hat eine Wettbürosteuer eingeführt. Könnte das auch für Dorsten eine Möglichkeit sein? SPD-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann bejaht diese Frage - und fordert den Bürgermeister zu einer entsprechenden Prüfung auf:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrter Herr Kämmerer,
mit Blick auf die Möglichkeit, eine Wettbürosteuer zu erheben, bitte ich zu prüfen, ob es in Dorsten Wettbüros in nennenswertem Umfang gibt und gegebenenfalls einen Vorschlag zur Besteuerung zu entwickeln. Das Beispiel der Stadt Hagen, die als Vorreiter von dieser Möglichkeit der Steuereinnahme schon jetzt Gebrauch macht, zeigt, dass sich hier nicht unerhebliche Einnahmen realisieren ließen.
Eine solche Steuer bedeutet keine Belastung der Allgemeinheit, sondern belastet nur Glücksspieler und ist von daher moralisch vertretbar.
Darüber hinaus hat sie den Vorteil, dass diese Art von Freizeitbeschäftigung, die sehr wohl die Gefahr von Spielsucht (vergleichbar mit Spielhallen) beinhaltet, auf Dauer zumindest eingedämmt wird.
Mit freundlichem Gruß
Fragemann